Gegenseitige Anziehung vs. Sich selbst verlieren

Alle Themen, die in keines der Partnerschafts-Foren passen, bei denen es aber in weitestem Sinne um Beziehungen, soziale Kontakte usw. geht, Adoption, Pflege usw.
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glaubehoffnung
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Beitrag Fr., 22.11.2024, 17:56

Nico hat geschrieben: Fr., 22.11.2024, 05:38 Diese Studie wurde wahrscheinlich von Erdogan in Auftrag gegeben vermute ich.
Aber wie man sieht, begeben sich Menschen mit Begeisterung auch ganz ohne Zwangsheirat in von Anfang an problematische Beziehungen.
Hoffst du etwa auch auf diese magische 5 - Jahres Wandlung?
Zwangsheirat ist etwas anderes als arrangierte Ehen.

Ich denke lediglich, dass es sinnvoll ist, von dem Modell etwas zu lernen, nicht es zu übernehmen. Das solltest du mir zutrauen ;-)

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candle.
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Beitrag Fr., 22.11.2024, 18:03

glaubehoffnung hat geschrieben: Fr., 22.11.2024, 17:54 Ich habe über 30 Minuten in Suche investiert und keine solche Studien gefunden. Also entweder bluffst du oder du bist ein Experte in dem Feld.
Wenn du es so gut findest dann gehe zu deiner Mutter und die soll dir eine Partnerin suchen.
Was nützt dir jetzt Recherche für deine Beziehung? Nichts, oder? ;)
als ein neugieriger Mensch, der allen möglichen Ideen offen gegenüber steht.
Als kleine Idee: Du solltest dir selber gegenüber ganz offen sein. Du versuchst dein Problem permanent auszulagern oder du suchst dir eine neue Partnerin oder gar keine mehr oder wie siehe oben. :!!:

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glaubehoffnung
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Beitrag Fr., 22.11.2024, 18:06

candle. hat geschrieben: Fr., 22.11.2024, 18:03 Wenn du es so gut findest dann gehe zu deiner Mutter und die soll dir eine Partnerin suchen.
Was nützt dir jetzt Recherche für deine Beziehung? Nichts, oder? ;)

Als kleine Idee: Du solltest dir selber gegenüber ganz offen sein. Du versuchst dein Problem permanent auszulagern oder du suchst dir eine neue Partnerin oder gar keine mehr oder wie siehe oben. :!!:

candle
Nein ok, vergiss es. Es war wirklich nur Teil meiner Argumentation in dem Beitrag, wo ich es angebracht habe. Vielleicht war es nicht passend oder zielführend.

Edit: Mir ging es vor allem um Thema Commitment, ähnliche Werte zu haben und in unserem Fall (meiner Partnerin und mir) auch die religiöse Komponente. Das ist tatsächlich etwas, dass wir teilen. Aber das Thema arrangierte Ehe ist verfehlt, das sehe ich ein. Wobei ich es trotz allem interessant finde, dass es nach 5 Jahren (zumindest in einigen Studien) diesen Shift gibt, wenn man gewisse Voraussetzungen hat und das mit dem Commitment und den Werten sehe ich als wichtige Basis, nicht unbedingt dass die Eltern einen Partner für einen aussuchen.

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glaubehoffnung
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Beitrag Fr., 22.11.2024, 18:39

candle. hat geschrieben: Fr., 22.11.2024, 18:03 Als kleine Idee: Du solltest dir selber gegenüber ganz offen sein. Du versuchst dein Problem permanent auszulagern oder du suchst dir eine neue Partnerin oder gar keine mehr oder wie siehe oben. :!!:
Vielleicht hast du Recht, wenn du sagst, mir selber gegenüber offen zu sein. Ich versuche vor allem weise zu agieren. Aber wer kann schon genau sagen, was das in jedwedem Kontext genau bedeutet?

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Nico
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Beitrag Fr., 22.11.2024, 18:41

Ja eine religiöse Komponente kann schon zu einer Bevorzugung von arrangierten Ehen führen.
Das kenne ich von einem ehemaligen Kumpel von mir auch…
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich ;)

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candle.
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Beitrag Fr., 22.11.2024, 18:43

glaubehoffnung hat geschrieben: Fr., 22.11.2024, 18:39 Vielleicht hast du Recht, wenn du sagst, mir selber gegenüber offen zu sein. Ich versuche vor allem weise zu agieren. Aber wer kann schon genau sagen, was das in jedwedem Kontext genau bedeutet?
Anmerken will ich noch den Partner/In möglichst nicht "psychologisch" zu analysieren. Das hat "man" sicher "früher" auch nicht gemacht. :lol:

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chrysokoll
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Beitrag Fr., 22.11.2024, 19:22

glaubehoffnung hat geschrieben: Fr., 22.11.2024, 17:54 Ich hab mal TED Talks von westlich geprägten Menschen gesehen (keine Inder, Pakastani oder so), die für den Wert der arrangierten Ehen argumentieren, weil so viele Ehen heutzutage kaputt gehen.
Was konkret kannst DU denn aus der Tatsache von arrangierten Ehen lernen?

Du wirst für alles Befürworter finden. Ich halte es für eine besonders frauenfeindliche Variante, aus der ICH nun absolut nichts lerne. Ich finde es hervoragend so frei zu leben, dass ich als Frau mich einfach aus einer Ehe lösen kann und nicht aus wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Dingen gezwungen werde eine einzugehen oder beizubehalten.

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Ylvi
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Beitrag Fr., 21.03.2025, 17:41

... Hier mal eintrete.
Mir ging durch den Kopf, was es schönes zwischen euch beiden gibt.
Was du an ihr einzigartig oder anziehend fandest, denn irgendwas muss es ja gegeben haben, das ihr zusammen gefunden habt.
Was ist daraus geworden?
Ich wäre auch gespannt, ihre Sicht zu erfahren. Denn das fehlt mir irgendwie.
Zumeist haben Paare eine ganz eigene Dynamik.
Der oder diejenige erscheint im Umgang mit anderen Menschen vollkommen anders zu sein.

Ich hoffe ihr habt eine Lösung gefunden?
Welchen Tag haben wir? fragte Pooh
Heute. antwortete Ferkel
Das ist mein Lieblingstag. sagte Pooh

:flowers:

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glaubehoffnung
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Beitrag Mo., 24.03.2025, 17:42

Hallo Ylvi,

vielen Dank für die Nachricht. Das ist tatsächlich schon wieder eine Weile her, dass ich dieses Thema aufgemacht habe. Ich beantworte gerne deine Fragen.
Ylvi hat geschrieben: Fr., 21.03.2025, 17:41 Mir ging durch den Kopf, was es schönes zwischen euch beiden gibt.
Was du an ihr einzigartig oder anziehend fandest, denn irgendwas muss es ja gegeben haben, das ihr zusammen gefunden habt.
Was ist daraus geworden?
Was ich schön an ihr fand - tatsächlich ziemlich vieles. Ihre Zugewandtheit zum Glauben insbesondere, aber auch optisch fand ich sie anziehend und wir haben viele schöne Ausflüge zusammen gemacht und hatten uns dabei immer viel zu erzählen. Vor allem hatten wir sehr romantische Vorstellungen von unserer Zukunft und das hat uns beiden Kraft gegeben, viel in diese Beziehung zu investieren.
Ylvi hat geschrieben: Fr., 21.03.2025, 17:41 Ich wäre auch gespannt, ihre Sicht zu erfahren. Denn das fehlt mir irgendwie.
Zumeist haben Paare eine ganz eigene Dynamik.
Der oder diejenige erscheint im Umgang mit anderen Menschen vollkommen anders zu sein.
Ihre Sicht wäre sicherlich hilfreich für diesen Thread. Eine Sache ist mir deutlich geworden: Sie war sehr aufs Heiraten und aufs Zusammenziehen aus und es war ihr ziemlich wichtig, was die Leute in ihrem kleinen Örtchen gedacht haben. Sie war sich dessen aber auch immer bewusst und meinte, sie will lernen, ihren Horizont zu erweitern - immer dann, wenn die Meinung anderer übermäßig wichtig zu werden schien. Jedenfalls ist das so ihr Lebensplan in ihrem katholischen Örtchen und da sie irgendwie kein Glück mit Männern zu haben scheint, war sie sehr froh, mich getroffen zu haben.

Sie hat mir zuletzt auch gesagt, dass es für sie ganz wichtig ist, dass ihr Partner gut mit ihrer Familie klar kommt. Es war definitiv ein Streitthema, dass ich nach Familienbesuchen bei ihr immer wieder überfordert war und meine Ruhe gebraucht habe. Ich habe zuletzt bei ihr viel am Computer gehangen und war erschöpft, ohne was gemacht zu haben. Warum genau ich mich so verhalten habe, kann ich mir nicht erklären. Wobei, ich neige dazu, mich an meinen Computer zu verkriechen, wenn ich vor irgendetwas weglaufen will. Dass ich so viel erschöpft war und kaum zu Unternehmungen bereit, das hat sie natürlich gestört. Besonders, weil es Anfang ganz anders war. Ihre Schwester, die mich am Anfang sehr mochte und sich gefreut hat, dass ich jetzt ein Teil der Familie bin, hat ihr dann auch ins Gewissen geredet und sie gefragt, ob sie sich sowas vorstellen kann.

Vielleicht ist das jetzt nicht 100% akkurat, aber das sind zumindest ein paar Teilaspekte von unserer Beziehung, die ein Thema für sie waren.

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glaubehoffnung
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Beitrag Mo., 24.03.2025, 17:45

Ylvi hat geschrieben: Fr., 21.03.2025, 17:41 Ich hoffe ihr habt eine Lösung gefunden?
Nein, wir haben uns inzwischen getrennt. Das war vor drei Monaten. Letztendlich habe ich angefangen, immer wieder eine Trennung ins Spiel zu bringen (was sie bis zuletzt nicht wollte), bis sie irgendwann selber in Momenten des Frustes gesagt hat, ja, vielleicht wäre es besser, wenn wir uns trennen. Ich habe mich bis zuletzt schuldig dafür gefühlt, mich von ihr trennen zu wollen, weil sie alles für die Beziehung geben wollte. Trotzdem bin ich irgendwann gegangen, habe mein ganzes Zeug mitgenommen, mitten in einem geplanten dreiwöchigen Aufenthalt bei ihr. Sie hat mir danach Nachrichten geschrieben, dass sie mich immer lieben wird und mir Segen wünscht und dass wir uns sicher wieder im Angesicht Gottes begegnen. Kontakt nach dem Aus wollte sie keinen, also haben wir seitdem mehr oder weniger Funkstille.

Jetzt muss ich gerade ganz viel an sie denken und daran, wie es sich angefühlt hat. MIr fällt auf, dass ich sie (meine Ex-Freundin) seit der Trennung eigentlich nie richtig vermisst habe. Trotzdem war es für mich ein absolutes Privileg, teilhaben zu dürfen am "normalen Leben" der Gesellschaft, mich zu verlieben, Briefe zu schreiben und zu bekommen, gemeinsam in Urlaub zu fahren und immer wieder Besuche zu planen. So viele Chancen auf Beziehungen hatte ich in meinem Leben nicht, also bin ich über alle Maßen dankbar für diese Erfahrung. Dass die Beziehung trotz allem nicht sein sollte liegt aus meiner Sicht vor allem daran, dass ich sie nicht mehr anziehend fand und dieser nagende Gedanke "vielleicht finde ich irgendwo noch etwas besseres" - so fies der klingt - der hat mich nicht mehr losgelassen. Ich bin eigentlich jemand, der nicht so schnell aufgeben möchte. Daher habe ich versucht, mich auf das bewundernswerte in ihr zu fokussieren. Doch ich habe mehr und mehr den ängstlichen Menschen in ihr gesehen, der sich mit Mitte 30 nicht von den Eltern hat lösen können. Außerdem hat sie manchmal darüber geklagt, dass sie von Männern so viel Ablehnung erfahren hat und ihre Schwester von ihrer Familie viel mehr angenommen wird und ihre Schwester Kinder hat, was sie sich immer so sehr gewünscht hat und sie selber (meine Ex-Freundin) nicht. U.a. dieses Verhalten hat von meiner Seite her die Anziehung gekillt und auch ein Stück weit die Achtung.

Seitdem habe ich Zeit gehabt, viel in mein eigenes Leben zu schauen. Das schien mir angemessen. Die Computer-Problematik habe ich aktuell ganz gut im Griff.

Soweit erstmal...

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Ylvi
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Beitrag Mo., 24.03.2025, 17:53

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, für deinen Weg.
Weisst du... Wer kann schon ahnen, für was Begegnungen in unser Leben kommen und warum sie wieder gehen.
Danke für deine ausführlichen Antworten...bin selbst gerade mittendrin in diesem on/off Beziehungsding und kann viel mit nehmen aus deinen Worten.

Liebe Grüße
Ylvi
Welchen Tag haben wir? fragte Pooh
Heute. antwortete Ferkel
Das ist mein Lieblingstag. sagte Pooh

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Ylvi
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Beitrag Mo., 24.03.2025, 17:57

Schnell noch dir erzählen mag... Du kommst aus Dresden.... Haaaach Heimat... Ich bin in Leipzig geboren und aufgewachsen. :lol: ,-)
Welchen Tag haben wir? fragte Pooh
Heute. antwortete Ferkel
Das ist mein Lieblingstag. sagte Pooh

:flowers:

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