durch Covid verursachtes schlechtes Immunsystem wieder verbessern

Hier können Sie sich über Belastungen durch eigene oder fremde schwere Erkrankungen, aber auch den Umgang mit Tod und Trauer austauschen.
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wauwau
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Beitrag Sa., 29.03.2025, 15:51

candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 15:14
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 12:57 Ich kann ihn verstehen, weil das zu nichts führt bzw. es führt wieder zu Streit. Da seid ihr dann zu sehr verwickelt. Warum hast du denn das dringende Bedürfnis das tun zu müssen.
Ich hatte ihm nicht gesagt, dass ich mit ihm über den Streit sprechen wollte, das konnte er also nicht wissen.
Das bedürfnis habe ich deshalb, weil aufgrund des letzten Streits er mich aus meinem Leben streicht und auch meine Entschuldigungen ignoriert hat. Gut, er ist gekränkt. Und meine Gefühle zählen nichts? Er ist mir ein paar Jahren davor schlimm in den Rücken gefallen und war irre gemein zu mir. Ich hätte ihn dreifach aus meinem Leben streichen können. Hab ich nicht getan. Also, ich könnte genauso gekränkt sein, sogar noch gekränkter. Aber offenbar zählt nur seine Gekränktheit.
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 15:14 Da kann ich dir aus meiner Erfahrung sagen: Nein, jeder funktioniert unterschiedlich und Männer wieder unterschiedlicher als Frauen. Ich sehe das bei meinen Geschwistern- alle total unterschiedlich, auch diagnostisch. Er ist eine eigene Persönlichkeit wie du auch eine bist.
Aber ich habe ihn selbst erlebt in den letzten Jahren bis zu unserem letzten Streit. Außerdem hat er selbst gesagt, dass er mit seiner Kindheit nichts zu tun haben will. Ich hab da ein Gefühl dafür, wie andere ticken.
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 15:14 Naja, das muß für sein Kind ja nicht zutreffen, es ist alles deines. Es ist nicht einfach sich da eindeutig von abzugrenzen.
Ich glaube nicht, dass man das sagen kann. Das macht er ja mit jedem. Er hat mir ja selbst von so einer Kellernerin erzählt, die er völlig verurteilt hat, weil sie ein paar Bestellungen verwechselt hat. Also voll unmenschlich. Und das war noch dazu jemand, zu der er kein Näheverhältnis hat. Ich möchte nicht wissen, was für ein Murks da in der Luft liegt zwischen ihm und jemandem, zu dem er ein Näheverhältnis hat. z.B. zu mir, da hat er schon viel Druck ausgeübt. Und all die Sachen, die vorgefallen sind zwischen und Kindern und Eltern, unreflektiert, die schwingen alle in der Luft mit mit dem Kind. Da wird viel Murks entstehen. Denn auch wenn alle Menschen verschieden sind, gewisse Dinge funktionieren bei jedem Menschen gleich. Kann mir zwar nicht vorstellen, dass mein Bruder all das meinem Neffen weitergeben wird, was mein Vater uns angetan hat. Aber sie stecken in ihm drinnen. Und wenn er das alles von sich abschneidet (und das tut er, das weiß ich), dann ist da so viel Distanz zwischen ihm und meinem Neffen. Das ist ungesund.
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 15:14Ja, das ist wohl erstmal recht eindeutig, dass er da keinen Kontakt will. Vielleicht mußt du das so anerkennen und respektieren.
Das ist traurig!
ja :cry:

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 16:03

wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 15:51 Ich hätte ihn dreifach aus meinem Leben streichen können. Hab ich nicht getan.
Warum nicht?
Aber ich habe ihn selbst erlebt in den letzten Jahren bis zu unserem letzten Streit. Außerdem hat er selbst gesagt, dass er mit seiner Kindheit nichts zu tun haben will. Ich hab da ein Gefühl dafür, wie andere ticken.
An dem Punkt ähnelt ihr euch. :) Sturheit!
Ich glaube nicht, dass man das sagen kann. Das macht er ja mit jedem. Er hat mir ja selbst von so einer Kellernerin erzählt, die er völlig verurteilt hat, weil sie ein paar Bestellungen verwechselt hat. Also voll unmenschlich.
Ja meine Güte! Ich denke, dass jeder mal abfällig sein könnte und ärgerlich.
da hat er schon viel Druck ausgeübt.
Was für Druck?

Aber sie stecken in ihm drinnen.
Ja, und in dir auch!

Besser wäre, du kümmertest dich so intensiv um dich. Sieht jetzt aus als würde der Frust nur auf deinen Bruder ausgelagert.

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 16:30

candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:03
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 15:51 Ich hätte ihn dreifach aus meinem Leben streichen können. Hab ich nicht getan.
Warum nicht?
Gute Frage! Ich war damals noch nicht so weit, war so verstrickt, dass ich auch einen unguten Menschen nicht aus meinem Leben streichen hätte können. So ähnlich, wie Frauen sich aus gewaltvollen Beziehungen nicht befreien können. Ich wünschte mir, ich hätte das gemacht. Aber wenn ich zurückschaue hab ich sehr oft mir Sachen gefallen lassen und habe gar nichts gesagt. Ich weiß nicht, ob ich heute anders handeln könnte. Aber zumindest hab ich heute im Kopf, wie ich gern anders handeln würde.
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:03
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 15:51Aber ich habe ihn selbst erlebt in den letzten Jahren bis zu unserem letzten Streit. Außerdem hat er selbst gesagt, dass er mit seiner Kindheit nichts zu tun haben will. Ich hab da ein Gefühl dafür, wie andere ticken.
An dem Punkt ähnelt ihr euch. :) Sturheit!
Wieso? Weil ich ein Händchen dafür hab, was sich in anderen abspielt, zumindest in Nahestehenden?
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:03
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 15:51Ich glaube nicht, dass man das sagen kann. Das macht er ja mit jedem. Er hat mir ja selbst von so einer Kellernerin erzählt, die er völlig verurteilt hat, weil sie ein paar Bestellungen verwechselt hat. Also voll unmenschlich.
Ja meine Güte! Ich denke, dass jeder mal abfällig sein könnte und ärgerlich.
Nur bei ihm hab ich nicht das Gefühl gehabt, dass es nur mal eine Laune war, sondern dass bei ihm Menschlichkeit nicht existiert. (so einen Menschlichkeit, dass es mal passieren kann, dass eine Kellnerin die Bestellungen verwechselt.
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:03
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 15:51 da hat er schon viel Druck ausgeübt.
Was für Druck?
Unterschwellig, mit Körpersprache und so. Machtausübung, noch mehr, als ich noch verletzlich wirkte.

candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:03
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 15:51 Aber sie stecken in ihm drinnen.
Ja, und in dir auch!
Sicher, aber ich bin mir dessen bewusst und schneide sie nicht von mir ab. Hab auch in der Therapie darüber gesprochen. Sehe das auch im Umgang mit meiner Reborn-Babypuppe (habe so eine angeschafft, als Repräsentantin meines inneren Kindes und irgendwie krieg ich da Impulse, die ich wahrscheinlich hätte, wenn ich mit einem kleinen Kind umgehen würde.
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:03
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 15:51Besser wäre, du kümmertest dich so intensiv um dich. Sieht jetzt aus als würde der Frust nur auf deinen Bruder ausgelagert.
Versuche das auch. Nur der innere Abschied von meinem Bruder tut weh. Und dass mein Neffe, ein naher Verwandte von mir, nun auch einen großen Rucksack umgeschnallt bekommt von Personen, die nicht über sich reflektieren, während ich, die viel über mich reflektiere und an mir arbeite und mitmenschlich bin, keine Kinder haben wird können, frustriert mich.
Zuletzt geändert von wauwau am Sa., 29.03.2025, 17:06, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 16:44

wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:30 Aber zumindest hab ich heute im Kopf, wie ich gern anders handeln würde.
Dann probiere es doch mal aus im Kopf. Vielleicht verändert sich ja etwas?
Wieso? Weil ich ein Händchen dafür hab, was sich in anderen abspielt, zumindest in Nahestehenden?
Das kann ich gar nicht beurteilen. Nein, ich dachte mit welcher Vehemenz ihr jeweils auf euren Standpunkten steht.
Unterschwellig, mit Körpersprache und so. Machtausübung, noch mehr, als ich noch verletzlich wirkte.
Hm unterschwellig? Da kann ich mir jetzt nichts drunter vorstellen. Wie geht das, wenn ihr quasi keinen Kontakt habt?
Sicher, aber ich bin mir dessen bewusst und schneide sie nicht von mir ab. Hab auch in der Therapie darüber gesprochen. Sehe das auch im Umgang mit meiner Reborn-Babypuppe (habe so eine angeschafft, als Repräsentantin meines inneren Kindes und irgendwie krieg ich da Impulse, die ich wahrscheinlich hätte, wenn ich mit einem kleinen Kind umgehen würde.
Nee nee, ein Kind ist keine Puppe! Ich fand es immer schon doof etwas mit Ersatzgegenständen zu üben für die Realität, weil die Realität eben ganz anders ist.
Versuche das auch. Nur der innere Abschied von meinem Bruder tut weh. Und dass mein Neffe, ein naher Verwandte von mir, nun auch einen großen Rucksack umgeschnallt bekommt von Personen, die nicht über sich reflektieren, während ich, die viel über mich reflektiere und an mir arbeite und mitmenschlich bin, keine Kinder haben wird können, frustriert mich.
An diesen Punkt waren wir ja schon. Ich bin mir gar nicht sicher, ob dein Bruder so unreflektiert ist? Vielleicht ist es auch gut, dass er sich vor dem Zugriff des alten Familiensystems schützt?

Naja, ich habe auch keine Kinder. Nun bin ich alt und es ist mir auch egal. :lol:

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 17:01

candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:44
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:30 Aber zumindest hab ich heute im Kopf, wie ich gern anders handeln würde.
Dann probiere es doch mal aus im Kopf. Vielleicht verändert sich ja etwas?
Ja, könnte das versuchen. Weiß nicht, ob es mir schwerfällt, weil es ein Nahestehender ist und ich mich nicht traue, mich abzugrenzen (die Stimme der Eltern im Nacken und so)
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:44
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:30 Wieso? Weil ich ein Händchen dafür hab, was sich in anderen abspielt, zumindest in Nahestehenden?
Das kann ich gar nicht beurteilen. Nein, ich dachte mit welcher Vehemenz ihr jeweils auf euren Standpunkten steht.
Es ist gut, wenn man um die eigenen Fähigkeiten weiß.
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:44
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:30Unterschwellig, mit Körpersprache und so. Machtausübung, noch mehr, als ich noch verletzlich wirkte.
Hm unterschwellig? Da kann ich mir jetzt nichts drunter vorstellen. Wie geht das, wenn ihr quasi keinen Kontakt habt?
Natürlich nicht jetzt. Das geht ja gar nicht. Damals, als wir noch kontakt hatten.
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:44
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:30Sicher, aber ich bin mir dessen bewusst und schneide sie nicht von mir ab. Hab auch in der Therapie darüber gesprochen. Sehe das auch im Umgang mit meiner Reborn-Babypuppe (habe so eine angeschafft, als Repräsentantin meines inneren Kindes und irgendwie krieg ich da Impulse, die ich wahrscheinlich hätte, wenn ich mit einem kleinen Kind umgehen würde.
Nee nee, ein Kind ist keine Puppe! Ich fand es immer schon doof etwas mit Ersatzgegenständen zu üben für die Realität, weil die Realität eben ganz anders ist.


Ich übe ja nicht. Aber so eine Puppe ist einem Baby sehr ähnlich (das sind so spezielle Puppen), und ich kann mir gut vorstellen, dass sich die Katastrophen, die sich im Umgang mit der Puppe abspielen, dass sich diese Gefühle auch bei echten Kindern abspielen würden. Wieso würden denn diese Gefühle sonst auftauchen? Und vielleicht würdest du dich wundern, was alles möglich ist. Das Gehirn soll keinen Unterschied machen zwischen dem, was man sich vorstellt und zwischen dem, was in Wirklichkeit passiert.
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:44 An diesen Punkt waren wir ja schon. Ich bin mir gar nicht sicher, ob dein Bruder so unreflektiert ist? Vielleicht ist es auch gut, dass er sich vor dem Zugriff des alten Familiensystems schützt?
Ich glaube, ich kenne ihn besser als du ;-)
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:44 Naja, ich habe auch keine Kinder. Nun bin ich alt und es ist mir auch egal. :lol:
Da sind wir Menschen ja unterschiedlich. Ich denke, mir wird es nie egal sein, dass ich kein eigenes Kind haben kann. Aber so ist das nun mal, muss schauen, wie ich das Beste daraus mache.

Grüße
wauwau

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 17:04

Es sind ja deine Gefühle, aber kümmern müßtest du dich ja um das Baby.
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Beitrag Sa., 29.03.2025, 17:08

Natürlich, aber meine Gefühle beeinflussen nicht nur den Umgang. Ein Baby nimmt alles auf wie ein Schwamm. Es spürt, wenn man ambivalent ist oder da sehr viel Distanz ist oder Aggression. Das hat alles Auswirkungen auf das Baby. Bei mir ist es gottseidank nur eine Puppe. Und wenn ich mir bewusst bin, was sich da alles bei mir abspielt, kann ich das auch beeinflussen bzw. anders handeln, als es mein Impuls wäre. Den Impuls würde das Baby möglicherweise auch spüren bzw. dass da etwas nicht stimmt. Kompliziert. Aber ich würde sagen, es ist weniger kompliziert, wenn das alles einem bewusst ist.

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 17:28

Ja, das willst du deinem Kind wohl kaum mitgeben.
Wieso hast du denn nicht schon Kinder bekommen? Mein Traum war ja möglichst früh. Da war ich auch noch so fit.

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 18:42

Lange Geschichte. Meine Eltern hatten mich so sehr zerstört, dass ich lange nicht in der Lage war, ein emotionales Band zu anderen herzustellen (es ist noch immer nicht optimal, aber es ist schon besser, als früher, zumindest wirke ich offenbar zugängliciher, worauf ich aus den Reaktionen anderer schließe; weil es noch immer nicht optimal ist, weiß ich auch nicht, ob ich einen guten Einfluss hätte auf ein Baby, denn jeder einzelne Einfluss formt das Baby). Bin bindungslos aufgewachsen, Objektkonstanz (also ein inneres Bild von anderen, das mir auch dann zur Verfügung steht, wenn entsprechende Personen nicht da sind) ist auch erst in den letzten Jahren nach und nach aufgetaucht (und das entwickelt sich im Normalfall - und nicht nur im optimalsten Fall einer sicheren Bindung - im Kleinkindalter).

Lange Zeit war ich auch sehr abgespalten von mir. Jetzt kommen langsam die Gefühle, aber in der Anwesenheit von anderen sind noch immer keine Gefühle möglich. Das wär auch nicht gut für ein Baby, wenn ich in seiner Anwesenheit meine Gefühle nicht wahrnehme. Und wenn ich auch noch dieses Gefühlschaos eigentlich in mir habe im Umgang mit anderen (was ich habe), muss ich erstmal das lösen, sonst kann ich einem Baby nicht das Gefühl geben, dass es wichtig ist, denn dann bin ich immer mit mir beschäftigt. Und das ist eines der wichtigsten Sachen (ihm das Gefühl zu geben, dass es wichtig ist), würde ich sagen, was für ein Kind wichtig ist.

Außerdem hab ich große Probleme damit, andere an mich ranzulassen, auch physisch, habe sozusagen auch eine Berührungsphobie. Merke auch, wenn mich Freunde berühren, dass ich das dulde (schließlich möchte ich "Berührbarkeit" auch lernen), aber unangenehm ist es trotzdem immer. So wird es schwierig, eine sexuelle Partnerschaft aufzubauen, die kontinuierlich ist und von dem ein Kind zu kriegen auch möglich ist und mit dem eine Elternschaft möglich ist.

Außerdem, ein Kind zu kriegen, wär vielleicht nicht das Problem. One-night-stand irgendwie und geht schon. Aber ich könnte nicht für ein Kind sorgen und dafür Verantwortung übernehmen. Eine kurze Zeit von ein paar Stunden vielleicht, aber nicht für immer (Mama ist man ja in jedem Augenblick). Habe zwar das Gefühl, dass ich mittlerweile zwar auch ein starkes Mutter-Kind-Band hätte, aber ich hätte diese Stärke nicht, wirklich für ein Kind, für seine Sorgen und Probleme längerfristig da zu sein und es gut begleiten zu können.. Und ich würde einem Kind etwas mitgeben. Außerdem hätte ich starke Impulse (merk ich beim Umgang mit meiner Reborn-Baby-Puppe), es zu verletzen, psychisch, vielleicht auch körperlich. Was, wenn ich mich irgendwann einmal nicht unter Kontrolle hätte? Das könnte ich mir nicht verzeihen.

Natürlich macht jede Mutter auch Fehler. Aber ich könnte echt für nichts garantieren.
Außerdem krieg ich mein Leben grad mal mit Ach und Krach auf die Reihe. Wie soll ich da für ein Kind sorgen? Hab auch das Gefühl, dass mich die Kraft verlässt, wenn ich zärtlich bin (also, zu meiner RBPuppe). Nicht die besten Voraussetzungen für den Umgang mit einem kleinen Bündel, das so viel braucht.
Und bald geht es vom Alter her nicht mehr.

Wieso konntest du deinen Traum nicht verwirklichen?

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Zuletzt geändert von wauwau am Sa., 29.03.2025, 18:49, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 18:44

candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:44
wauwau hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 16:30 Aber zumindest hab ich heute im Kopf, wie ich gern anders handeln würde.
Dann probiere es doch mal aus im Kopf. Vielleicht verändert sich ja etwas?
Das ist sogar ein sehr guter Punkt. Einfach abschließen, weil ein Umgang mit ihm mir eh schadet. Darüber kann ich sicher in der Therapie sprechen (ist ja auch kompliziert).

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 19:17

Mir war gar nicht klar, dass es dir so schlecht geht. Es liest sich zwar alles verbittert, aber dass du gar nicht so recht mit Menschen glaubst zu können tut mir wirklich leid! Das liest sich gar nicht so.

Ich hatte Endometriose und es hat nicht geklappt mit Kindern.

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 21:21

candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 19:17 Ich hatte Endometriose und es hat nicht geklappt mit Kindern.
Oh, das tut mir leid! Das ist bitter, wenn der Körper nicht mitspielt!
candle. hat geschrieben: Sa., 29.03.2025, 19:17 Mir war gar nicht klar, dass es dir so schlecht geht. Es liest sich zwar alles verbittert, aber dass du gar nicht so recht mit Menschen glaubst zu können tut mir wirklich leid! Das liest sich gar nicht so.
Ist schwierig, alles. Eigentlich kann ich schon mit Menschen Ich brauche sogar Menschen um mich rum, deshalb geh ich auch normalerweise zu login, einem Verein zur Integration und Gesundheitsförderung. Nur in meine Nähe kann ich sie nicht lassen und so zugänglich bin ich auch (noch) nicht. Aber schon zugänglicher als noch vor 10 Jahren. Freunde hab ich auch, aber von denen sehe ich eine regelmäßig, die anderen nicht so oft. Verbittert? Das spür ich nicht so oft. Ich spüre meine Stimmung nicht. Entweder durch Medikamente unterdrückt oder abgespalten. Eigentlich weiß ich gar nicht, ob ich verbittert bin. Auf jeden Fall manchmal unglücklich, das spüre ich manchmal in einer ruhigen Minute. Frustriert auf jeden Fall, dass ich nicht so kann, wie ich will und sollte es eines Tages so weit sein, ist es vielleicht schon zu spät. :-((

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 21:39

Ich würde nicht sagen, dass ich allgemein verbittert bin. Bin etwas kompliziert, aus der Nähe betrachtet. Bestehe aus Anteilen (so wie jeder Mensch), aber diese Anteile sind noch nicht gut miteinander verbunden, sind sehr lose. In einem Anteil ist vielleicht Verbitterung drinnen. Oder viel mehr Eifersucht Bei diesem Thema ist das wohl angetriggert worden. Ich glaube nicht, dass mich je ein/e Freund/in mal verbittert erlebt hat, auch nicht bei login. Weiß nicht.

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 21:42

Vielleicht ist es etwas bitter oder frustrierend, die ganze Zeit daheim sein zu müssen und nicht wieder unter Menschen gehen zu können. Dann kann man sich schnell an einem Thema festbeißen und sieht vielleicht alles schwärzer.

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Beitrag Sa., 29.03.2025, 21:44

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