Kontakt zu Eltern bei kPTBS

Alle Themen, die in keines der Partnerschafts-Foren passen, bei denen es aber in weitestem Sinne um Beziehungen, soziale Kontakte usw. geht, Adoption, Pflege usw.
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candle.
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Beitrag Di., 18.02.2025, 21:53

Jetzt habe ich mal eine Frage.
Takli hat geschrieben: Di., 18.02.2025, 21:42
Es ging darum, daß mein Vater unbedingt mit mir verreisen wollte bzw. wollte,
Warst du da noch Kind oder eine Erwachsene?

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Nili
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Beitrag Di., 18.02.2025, 22:24

Hi Takil,

danke für deine Antwort. Ok. Ja voll ok. Nur weil ich das so nicht kenne, heißt das ja nicht, dass das manche Ärzte nicht machen.Ich kenn so Atteste nur für offizielle Stellen usw. Wollte dir nix unterstellen. Gut, dass er das gemacht hat!

Liebe Grüße

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Takli
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Beitrag Mi., 19.02.2025, 08:42

candle. hat geschrieben: Di., 18.02.2025, 21:53 Warst du da noch Kind oder eine Erwachsene?
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Da war ich etwa 40 Jahre alt :lol:

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candle.
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Beitrag Mi., 19.02.2025, 09:06

Ok, danke!

Darf ich das schreiben? Ich hätte mich nicht mal sicher gefühlt mit dem Attest des Psychiaters. Das geht mir mit Krankmeldungen allgemein ähnlich.
Allerdings habe ich sowas tatsächlich wegen einer juristischen Sache gemacht.

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fenna
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Beitrag So., 23.02.2025, 19:28

chrysokoll hat geschrieben: Di., 04.02.2025, 19:05 Ich habe entschieden nur noch ganz ganz oberflächlich zu kommunizieren, ich gebe nichts jenseits von absoluten Banalitäten über mich preis. [...] Einfach nur "keine Zeit" oder "nein, kann nicht" oder "ich muss arbeiten" oder "da bin ich nicht da". Und dann keine Erklärungen, nicht begründen, nicht ausholen, nicht auf Vorwürfe eingehen.
Das find ich sehr beeindruckend. Ich kenne das Gefühl, nichts von sich preisgeben zu wollen, nicht "in Berührung" kommen zu wollen sehr gut. Bin scheinbar noch so weit gebunden, dass ich mir das schlecht vorstellen kann. Aber es ist für mich irgendwie inspirierend zu lesen, dass man die Interaktion so gestalten kann. Ich denke mal drüber nach, inwiefern das für mich umsetzbar ist.

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fenna
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Beitrag So., 23.02.2025, 19:33

candle. hat geschrieben: Di., 04.02.2025, 19:24 Ich habe jetzt nicht verstanden was mit den Geschwistern passieren soll, aber ich kann dir nur raten, dass ganz unabhängig von den Geschwistern zu entscheiden.
Ja, das ist wahrscheinlich der richtigste Weg. Ich habe eher Sorge vor Entfremdung von meinen Geschwistern, weil wir uns untereinander sehr nahestehen, aber manche manchen Elternteilen deutlich näher als andere. Dass es zu einer Art Loyalitätskonflikt kommen könnte. Aber selbst wenn, dann ist es so und dann muss man damit auch zurechtkommen.
candle. hat geschrieben: Di., 04.02.2025, 19:24 Wenn bei der Mutter schon eine Wandlung stattfindet, dann ist das wirklich kostbar um sich tatsächlich nochmal zu begegnen! Ich weiß nicht welche Hoffnung du hegst, aber die Begegnung zweier erwachsener Frauen kann auch spannend sein, statt nur als Mutter und Kind. Das müßtest du dann für dich rausfinden was du genau brauchst.
Genau das passiert und ist wirklich sehr interessant. Ich erlebe den Kontakt dann nicht gerade als absolut gelöst und entspannt, weil ich mich immer wieder mal fragen muss, ob ich gerade noch "bei mir" und meinem erwachsenen Selbst bin, oder ob kindliche Wünsche durchbrechen ;) aber es bietet auch eine tolle Möglichkeit, im Kontakt zu bleiben mit seinen Wurzeln und den Aspekten, die nicht schlimm waren. Wenn man Gemeinsamkeiten hat, dann ist das natürlich viel leichter.
candle. hat geschrieben: Di., 04.02.2025, 19:24 Ich finde das ein bißchen Augenwischerei und Selbsttäuschung mit dem bißchen Kontakt... das ist wie ein bißchen schwanger. :lol:
Ja, diese Bewertung fühle ich auch manchmal. Als würde ich einen Teil von mir verraten. Aber dann komme ich eben doch manchmal zu dem Punkt, dass ich mir denke, dass nicht alles nur vermurkst war und ob nicht ein totaler Kontaktabbruch zu drastisch wäre. Keine Ahnung.
candle. hat geschrieben: Di., 04.02.2025, 19:24 Du mußt mal schauen welche "Fehler" für dich verzeihbar sind. Das kannst du ja auch mit einer Freundin besprechen. Eine außenstehende Person hat da vielleicht striktere Grenzen. "Wir" neigen ja auch dazu die Realität zu verdrehen und uns die Vergangenheit schön zu reden. Heutzutage sind z. B. einige Dinge, die an Kindern "gemacht wurden" Straftaten...
Da musste ich etwas schmunzeln und habe mich erwischt gefühlt. Nur weil manche Dinge "unser Normal" sind, sind sie halt nicht unbedingt "normal". In den Situationen, in denen ich Anderen von manchen Situationen und Begebenheiten erzählt habe, war ich immer aufrichtig überrascht über deren teilweise schockierte Reaktion.

Den Verzeihungsbegriff finde ich eh herausfordernd. Wenn ich es zusammenfassen müsste, würde ich sagen, dass für mich "Verzeihen" bedeutet, im vollen Bewusstsein über den zugefügten Schmerz trotzdem mit der Person in Kontakt zu bleiben. Aber eine Rückkehr zu einer unbedarften und ergebnisoffenen, authentischen Beziehung bedeutet das nicht. Das kann ich mir in diesem Falle nicht vorstellen. Das Schmerzhafte wurde quasi integriert und bleibt in dem Sinne existent, ist aber nicht gänzlich am Steuer (wo es wahrscheinlich einen totalen Kontaktabbruch bewirken würde). Wenn verzeihen bedeutet, innerlich wieder bei Null anzufangen und dem Anderen mit offenem Herzen zu begegnen, würde ich sagen, dass ich das hier nicht kann. Klar, in allen Beziehungen muss man über kleinere Missverständnisse oder Verletzungen hinweggehen, aber dazu passt dann für mich der Verzeihungsbegriff nicht.

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candle.
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Beitrag Fr., 14.03.2025, 22:05

Hallo fenna!
fenna hat geschrieben: So., 23.02.2025, 19:33 Ja, das ist wahrscheinlich der richtigste Weg. Ich habe eher Sorge vor Entfremdung von meinen Geschwistern, weil wir uns untereinander sehr nahestehen, aber manche manchen Elternteilen deutlich näher als andere. Dass es zu einer Art Loyalitätskonflikt kommen könnte. Aber selbst wenn, dann ist es so und dann muss man damit auch zurechtkommen.
Ja, das ist so das Kernproblem: Konkurrenzkampf um die Eltern der anmutet wie in Sandkistenzeiten. Da sind dann auch die Geschwister noch nicht erwachsen geworden.
Ich dachte auch mal, dass mir ein Geschwister sehr nahe steht und dann stand es sich selbst plötzlich am nächsten.
Ich erlebe den Kontakt dann nicht gerade als absolut gelöst und entspannt,
Da braucht eben jeder seine Zeit um sich "umzubauen" und ist nicht weiter schlimm!
Ja, diese Bewertung fühle ich auch manchmal. Als würde ich einen Teil von mir verraten. Aber dann komme ich eben doch manchmal zu dem Punkt, dass ich mir denke, dass nicht alles nur vermurkst war und ob nicht ein totaler Kontaktabbruch zu drastisch wäre. Keine Ahnung.
Wenn wirklich nicht alles Murks war, eine Veränderung passiert, mußt du dir selber wie oben auch Zeit und Geduld geben.
Den Verzeihungsbegriff finde ich eh herausfordernd.
Ich finde den auch nicht sonderlich gut, weil das für mich bedeuten würde, dass ich allein die Arbeit leiste und der andere Part passiv bleibt. Das ist bei dir ja nicht der Fall und da würde ich auch eher von abraten, sonst sitzt du in der Verzeihensfalle.

Viele Grüße
candle
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