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Riemann
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Post Tue, 14.Nov.06, 19:44      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltensther Reply with quoteBack to top

sternenmeer wrote:
Hm, mal ne andere Frage die sich mir bei Lesen deines Beitrags aufdrängt: Konntest/kannst du dich denn gefühlsmäßig auf die Therapie einlassen?

Tja, ich bin schon ein sehr Intellekt-betonter Mensch, wenn Du das meinst, und wen wundert's, ich bin ja auch mathematischer Physiker. Darum will ich auch meine offensichtlichen Stärken, d.h. meinen scharfen Verstand, zur Lösung meiner Probleme einsetzen.
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carö
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Post Tue, 14.Nov.06, 21:07      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltensther Reply with quoteBack to top

hallo riemann,

*polemik_an* hoffentlich ist dir die/der thera intellektuell gewachsen *polemik_aus*

auch in einer VT gehts aber um gefühle, das ist dir klar ?

caroline hallo

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Riemann
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Post Tue, 14.Nov.06, 21:25      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltensther Reply with quoteBack to top

caroline wrote:
auch in einer VT gehts aber um gefühle, das ist dir klar ?

Sicher - mir geht's grade darum irrationale Verknüpfungen von Gefühlen durch rationale zu ersetzen. Wink
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carö
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Post Tue, 14.Nov.06, 21:32      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltensther Reply with quoteBack to top

aber nur rational sein können, ist eine unendliche einschränkung/behinderung des lebens. alles berechenbar Confused ja, wär mir manchmal - in verzweifelten momenten - auch lieber, geht aber erstens nicht und zweitens wärst du dann erst recht krank .. wusstest du, dass menschen, die nur rational entscheiden können (die zb aufgrund eines unfalls etc) keinen zugang mehr zu ihren gefühlen bekommen können bzw. keine emotionalen bewertungen von best. situationen vornehmen können, ihr leben oft nicht mehr alleine meistern können... gewissermassen behindert sind?

aber oft erschliessen sich die erstrebenswerten ziele ja auch erst im laufe einer therapie. wünsche dir dafür die nötige offenheit - alles gute!

caroline

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Mamox
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Post Tue, 14.Nov.06, 21:36      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltenstherapie Reply with quoteBack to top

Hallo Riemann,
ich habe dich, nach deínen Einträgen bei meinem Thread übers Mirtazapin beurteilt, für sehr fürsorglich und besorgt eingeschätzt und stellte mir einen netten jungen Mann vor.
Ohne dich jetzt irgendwie beleidigen zu wollen, finde ich diesen einfühlenden jungen Mann hier nicht wieder - wenn ich da so lese, dass deine Sorge ist, keine Frau "abzubekommen" - also, Riemann, da streuben sich bei mir die Nackenhaare. Das Wort "abbekommen" impliziert für mich, dass du eine Frau nur als Mittel zum Zweck benutzen möchtest. Und dafür ist mir jede Frau zu schade.
Vielleicht bist du zu sehr darauf fixiert Sex zu bekommen, dass du die zwischenmenschliche Romantik außer Betracht lässt. Weißt du, auch der Sex ist nicht so schön, wenn du die Frequenz der Stöße und die Abschussgeschwindigkeit berechnest und nicht im Gefühl des sich Fallenlassens aufgehst.
Riemann, lass doch Emotionen an dich ran - es gibt deren auch sehr schöne - , wäre schade um so einen intelligenten jungen Mann.

lg mamox
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Mamox
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Post Tue, 14.Nov.06, 22:15      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltenstherapie Reply with quoteBack to top

Hallo Riemann,
hab jetzt bei anderen Threads gelesen, was du da so schreibst, was ich als Anlass für Standpauke Nr. 2 hernehme: Irgendwo gabst du an, dich charakterlich zu "verbiegen" nur um Miss Sexy ins Bett zu kriegen - wenn ich das jetzt frei und etwas härter formuliert wiedergeben darf. Diesmal kein Nackenhaarestreuben dafür aber unverständliches Kopfschütteln. Jetzt im Ernst, wie stellst du das denn an, wenn du eine Frau "abbekommen" möchtest? Hast du da in deinem Hirn irgendwo eine Liste mit Eigenschaften für Miss Supersexy und wenn dann ein weibliches Gegenüber nicht mindestens zu 95% entspricht ist sie abgehakt?!
Hattest du noch nie Schmetterlinge im Bauch? Liebe macht bekanntlich blind - und dann übersieht man so manche Kleinigkeiten, die nicht 100% perfekt sind.
Hast du mit deinem Psychoanalytiker jemals über deine Einstellung gegenüber Frauen gesprochen. Weil wenn es nämlich wirklich so wäre, dass einmal Sex all deine Probleme lösen würde, Sex gibt's auch gegen Bezahlung und wär damit recht billig im Vergleich zu dem, was du irgendwo über deine Therapiekosten geschrieben hast.
So genug geschimpft für heute, morgen schreibe ich dir dafür was Liebes - na ja das hängt von deiner Antwort ab...

Einstweilen alles Liebe

und ich hoffe, dass du dich mal so richtig bis über beide Ohren verliebst

Mamox
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münchnerkindl
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Post Tue, 14.Nov.06, 22:54      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltensther Reply with quoteBack to top

caroline wrote:


*polemik_an* hoffentlich ist dir die/der thera intellektuell gewachsen *polemik_aus*



Hahahahaaaaaaaaaaaaaaaaa

nein, das kann aber wirklich ein Problem werden,
Wenn ich auch sagen muss, daß akademische Intelligenz nicht unbedingt was damit zu tun haben MUSS alles zu "schnallen" was so passiert. Weil schliesslich hat der Therapeut ja auch studiert.

Aber es gibt auch Leute die sich mit ihrer eigenen inellektualität dermassen die Scheuklappen aufsetzen daß sie "dümmer" sind als der durchschnittliche gestandene Handwerker.

Aber manche der Therapeuten die ich so besucht habe (zu probatorischen Sitzungen) haben schon ziemlich schräges Zeugs von sich gegeben Smile). Im Nachhinein kann ich mich über diesen komischen Zoo schon a bisserl wundern, und ich kenne nochdazu einige Therapeuten aus meinem privaten Umfeld Confused ähem, ich möchte jetzt nichts über zwei drittel dieser mir persönlich bekannten Therapeuten sagen, weil die könnten da evtl nciht so gut wegkommen.

Also ich hab da 2 Hypothesen

Es ist sinnvoll die Intellektuelle Seite erstmal aussenvor zu lassen und sich auf die nciht so entwickelten intuitiven oder emotionalen Seiten einzulassen, sozusagen als Gegengewicht gegen eine Überbetonung des Intellekts, sozusagen um diese zu trainieren.

Es ist sinnvoll, die Möglichkeiten die der Intellekt bietet Sachverhalte objektiv zu analysieren zu verwenden um Problemen auf die Spur zu kommen und Lösungen zu erarbeiten.

Was auf Dich lieber Riemann zutrifft, kann ich nicht sagen, dazu kenne ich Dich zu wenig.

Mir persönlich hilft es sehr zu versuchen dahinterzukommen wieso die Dinge so sind wie sie sind. Ich finde es geradezu spannend. So wie ein Biologe irgendwelche Tiere beobachtet beobachte ich meine Psyche "bei der Arbeit". Das ist echt interessant, was da so passiert.
Aber es gibt einen Punkt, mir das Wissen wie und wo zwar hilft es zu verstehen, aber nicht, WIE ich es konkret "machen" muss. Ich komme mir irgendwie manchmal vor wie ein Kleinkind das lernen soll mit Messer und Gabel zu essen. Also wie "mache" ich glücklichsein. Ich kenne theoretisch die Zutaten. Aber das allein hilft mir persönlich noch nicht automatisch.

Liebe Grüsse,

Petra
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sm
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Post Tue, 14.Nov.06, 23:53      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltensther Reply with quoteBack to top

Hallo Rieman,

Quote:
Darum will ich auch meine offensichtlichen Stärken, d.h. meinen scharfen Verstand, zur Lösung meiner Probleme einsetzen.

Dagegen spricht absolut nichts... und persönlich würde ich mich tendenziell auch eher als "Kopfmensch" einordnen (lassen müssen Confused)...NUR: Leider ist es so, dass sich seelische Probleme eben nur sehr bedingt mit Hilfe der Ratio lösen lassen - um nicht zu sagen: Rationalisierung kann gerade in einer Therapie kontraproduktiv sein... und du sagst (in einem anderen Thread: http://www.psychotherapiepraxis.at/forum/viewtopic.php?p=298469&highli ght=#298469 ) ja selbst:
Quote:
Nur ist Verdrängen halt keine Lösung, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Hm, und wenn du vorwiegend mit Hilfe deines Kopfes an Probleme herangehst ist das im Prinzip auch nichts anderes als ein Abwehrmechanismus - schau mal hier:
Quote:
Rationalisierung: Rational-logische Handlungsmotive werden als alleinige Beweggründe für Handlungen angegeben. Gefühlshafte Anteile an Entscheidungen werden ignoriert oder unterbewertet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abwehrmechanismus
Daher nochmals meine Frage: Kennst du "Bauchentscheidungen" bzw. kommst du an deine Gefühle heran respektive: Kannst du ihnen Ausdruck verleihen? Dass mir persönlich letztgenannter Punkt dzt. nicht "gelingt" setzt mir mittlerweile ziemlich zu...Confused.

LG
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Riemann
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Post Wed, 15.Nov.06, 0:03      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltenstherapie Reply with quoteBack to top

Mamox wrote:
Hallo Riemann,
ich habe dich, nach deínen Einträgen bei meinem Thread übers Mirtazapin beurteilt, für sehr fürsorglich und besorgt eingeschätzt und stellte mir einen netten jungen Mann vor.
Ohne dich jetzt irgendwie beleidigen zu wollen, finde ich diesen einfühlenden jungen Mann hier nicht wieder - wenn ich da so lese, dass deine Sorge ist, keine Frau "abzubekommen" - also, Riemann, da streuben sich bei mir die Nackenhaare. Das Wort "abbekommen" impliziert für mich, dass du eine Frau nur als Mittel zum Zweck benutzen möchtest. Und dafür ist mir jede Frau zu schade.

Ich denke, Deine Einschätzung ist genau richtig: ich bin nett. Zu nett. Zu oft schon habe ich von Frauen, von denen ich mich angezogen gefühlt habe, zu hören bekommen: "Du bist ja sooooo nett, laß uns Freunde sein!". Nein, das ist nicht, was ich wollte.

Ja, meine Wortwahl ist etwas abwertend - bewußt. Ich will endlich einmal mehr an meine eigenen Bedürfnisse denken als an die meiner Mitmenschen. D.h. diese Formulierungen drücken mehr die Ansichten aus, die ich mir zu eigen machen möchte, denn die, die tatsächlich status quo sind. Ich will weniger nett werden. Ich will mehr Selbstbewußtsein haben. Ich will zu meinen Bedürfnissen stehen. Ich will mir selbst der Nächste werden. Ich will ein Mann werden, um endlich von Frauen attraktiv gefunden zu werden und nicht mehr einfach nur nett.

Mamox wrote:
Irgendwo gabst du an, dich charakterlich zu "verbiegen" nur um Miss Sexy ins Bett zu kriegen - wenn ich das jetzt frei und etwas härter formuliert wiedergeben darf.

Genau so habe ich das gemeint, Du darfst das also ruhig so formulieren. Mein rationaler Zugang:

Problem: Ich bin bei Frauen unerfolgreich.
Problemanalyse: Warum? Weil ich so bin, wie ich bin.
Konsequenz: So zu sein, wie ich bin, macht mich unglücklich; folglich muß ich mich ändern.

Mamox wrote:
Jetzt im Ernst, wie stellst du das denn an, wenn du eine Frau "abbekommen" möchtest?

Das Verhalten von erfolgreichen Männern beobachten, den Unterschied zu mir analysieren, verstehen, lernen, Erkenntnisse in die Tat umsetzen.

Mamox wrote:
Hast du da in deinem Hirn irgendwo eine Liste mit Eigenschaften für Miss Supersexy und wenn dann ein weibliches Gegenüber nicht mindestens zu 95% entspricht ist sie abgehakt?!

Meine Ansprüche momentan sind aufgrund von Verzweiflung eh ziemlich weit nach unten gesetzt: sie muß nur halbwegs gut aussehen und mich ohne Bezahlung drüberlassen.

Mamox wrote:
Hattest du noch nie Schmetterlinge im Bauch?

Oh ja, und wie - aber was hat's mir gebracht? Einen Vorwand, um mich meinen Problemen möglichst lange nicht stellen zu müssen.

Zumindest bleibt die Erkenntnis: auch sie findet richtige Männer attraktiver als "nice guys" wie mich.

Mamox wrote:
Hast du mit deinem Psychoanalytiker jemals über deine Einstellung gegenüber Frauen gesprochen.

Sicher, aber der hat nicht viel dazu gesagt - wie üblich also. Insbesondere hat er mir keine Lösungsansätze geboten, daraufhin habe ich den Entschluß gefaßt, ihn auszutauschen.

Mamox wrote:
Weil wenn es nämlich wirklich so wäre, dass einmal Sex all deine Probleme lösen würde, Sex gibt's auch gegen Bezahlung und wär damit recht billig im Vergleich zu dem, was du irgendwo über deine Therapiekosten geschrieben hast.

Die Sache ist nur die, daß bei Sex gegen Bezahlung eine der wichtigsten Komponenten fehlt, nämlich die Selbstbestätigung.

Mamox wrote:
Vielleicht bist du zu sehr darauf fixiert Sex zu bekommen, dass du die zwischenmenschliche Romantik außer Betracht lässt.

Ich denke, es ist genau umgekehrt - ich bin zu sehr fixiert auf Romantik.

Letztendlich wünsche ich mir ohnehin nichts mehr als eine romantische Beziehung - nur bin ich zur Erkenntnis gekommen, daß es zum Erreichen dieses Ziels ein wichtiger Zwischenschritt ist, überhaupt einmal Sex zu haben.


Last edited by Riemann on Wed, 15.Nov.06, 0:23; edited 2 times in total
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Post Wed, 15.Nov.06, 0:12      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltensther Reply with quoteBack to top

Quote:
Mein rationaler Zugang:

Problem: Ich bin bei Frauen unerfolgreich.
Problemanalyse: Warum? Weil ich so bin, wie ich bin.
Konsequenz: So zu sein, wie ich bin, macht mich unglücklich; folglich muß ich mich ändern.

Soweit d'accord Wink - nur die nächste konsequente Frage in dieser Kette fehlt noch, und zwar: Wie willst du dich ändern. Denn folgende Eigenschaften
Quote:
Ich will weniger nett werden ... Ich will mir selbst der Nächste werden.

könnten unter Umständen nur bedingt hilfreich sein, um eine Partnerin zu finden, denn: Beziehung ist Geben und Nehmen. Und btw.: Wie konkretisierst du "weniger nett"?

LG
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Riemann
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Post Wed, 15.Nov.06, 0:16      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltenstherapie Reply with quoteBack to top

sternenmeer wrote:
Wie willst du dich ändern. Denn folgende Eigenschaften
Quote:
Ich will weniger nett werden ... Ich will mir selbst der Nächste werden.

könnten unter Umständen nur bedingt hilfreich sein, um eine Partnerin zu finden, denn: Beziehung ist Geben und Nehmen. Und btw.: Wie konkretisierst du "weniger nett"?

Meine Nettigkeit ist übertrieben, bzw. Ausdruck von mangelndem Selbstvertrauen. Das macht mich für Frauen unattraktiv. Genau deshalb komme ich ja immer nur in die "let's just be friends" Ecke.

Kurz: ich will weniger nett werden, um für Frauen attraktiver zu werden. Damit steigen dann dich Chancen auf eine Beziehung, denn eine gesunde Beziehung baut immer auf gegenseitiger Attraktion auf.

Unter weniger nett verstehe ich insbesondere, weniger auf die Gefühle von Frauen einzugehen.
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Stöpsel2
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Post Wed, 15.Nov.06, 2:04      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltensther Reply with quoteBack to top

Hallo Riemann,

vielleicht kennst Du ja auch einfach die falschen Frauen bzw. hast an den falschen Frauen Interesse?
Als ich Deine Aussagen las, mußte ich dran denken, wie ich früher selbst war. Zu Schulzeiten noch, eeeeeewig her, war ich auch nur insofern hinter Jungs her, weil es eben normal ist. Hinter denen, die in Schule und so halt rumliefen. Ich hatte auch kein Glück, hab an mir gezweifelt.
Als ich dann studiumsbedingt wegzog, merkte ich, daß früher in meinem Wohnort/Schule mir die Leute eben auch zu einfältig waren, ich wußte nicht, was das Leben so bieten kann, ich kannte ja nichts anderes. Erst dadurch, daß ich andere Menschen kennenlernte, fand ich heraus, daß meine Person so durchaus ok ist und daß auch meine Ansprüche ok sind. So war ich nur noch an denen interessiert, die mich wirklich im Innersten interessiert haben und da war das Interesse auch IMMER wechselseitig. Vielleicht ist das bei Dir ja ähnlich und es kommt weniger drauf an, daß Du Dich änderst, um bei dem Durchschnitt der Frauen zu landen, sondern Du mußt nur die Frauen finden, die zu Dir passen und Deine Eigenschaften auch schätzen. Was Du darstellst, was Du vorhast, das hört sich so aufgesetzt an. Wo bleibst denn da Du mit Deiner Persönlichkeit?
Das Argument "zu nett" kenn ich auch von meinem Exfreund. Er meinte, daß ihn zu Schulzeiten die Mädchen wohl auch so gefunden haben (damals kannte ich ihn noch nicht). Aber ich fand ihn so prima, wäre er anders gewesen, hätte ich nicht mit ihm zusammensein wollen. Und daß wir jetzt nicht mehr zusammen sind, liegt nicht daran, daß er zu nett ist, sondern u.a. daran, daß er eben keinen rechten gefühlsmäßigen Zugang zu sich und der Welt hat, auch nicht gerade sehr leidenschaftlich ist. Eben rational ist. Aber nicht leidenschaftlich sein und egoistischer sein mag sich für manche wohl ähnlich anhören, ist für mich aber ein ziemlicher Unterschied.
Übrigens sieht mein Exfreund das jetzt ein, daß das mit dem "zu nett" Quatsch ist.

Und aufgrund dem, was Du schreibst mit der NEttigkeit und daß Du gar nicht so viele Ansprüche hast usw. würde ich eher sagen, daß Deine Anspruchslosigkeit das Problem ist.

Quote:
Unter weniger nett verstehe ich insbesondere, weniger auf die Gefühle von Frauen einzugehen.


Tja, ich glaube, da verwechselst Du was. Du solltest wissen, was Du selbst willst (darüberhinausgehend, als einfach nur eine Frau zu haben). Aber auch dann kannst Du auf die Gefühle von Frauen eingehen. Aber vielleicht meinst Du es eher in dem Sinne, daß Du Dich nicht selbst verleugnest. Ich denke, das mit dem "achten" ist wie mit dem "lieben": Nur wenn man sich selbst genug achtet, kann man auch andere genug achten.

Und wenn man genau weiß, was man will, wird man auch selbst besser wissen, was man zu bieten hat, das macht dann wieder selbstbewußter usw.

Vielleicht hilft Dir ja noch ein Satz aus einem Bewerbungsbuch, den ich grade gelesen habe: "Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere uns haben wollen"
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Mamox
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Post Wed, 15.Nov.06, 14:40      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltenstherapie Reply with quoteBack to top

Hallo Riemann!
Deine Logik, eine Frau zu angeln, da blick ich noch nicht ganz durch. - Ich bin doch auch der Meinung, du solltest lieber du selbst bleiben, als dir irgendeine coole, deiner Meinung nach männliche Maske aufzusetzen. Was weiß ich, lade Mädchen zu einem Abendspaziergang ein und erklär ihr die Sterne, wo du eh Physiker bist. Mich hätte sowas beeindruckt und ich bin sicher viele andere weibliche Wesen auch.
Also Riemann halt die Ohren steif. Versuch kein wissenschaftliches Projekt aus dem Thema "Brautschau" zu machen.
Mir geht's heute nicht besonders, diese verdammte, bleierne Müdigkeit überfällt mich schon wieder.
Meld mich wieder, wenn ich wieder einigermaßen ok bin.

lg mamox
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Post Wed, 29.Aug.07, 5:12      Re: Psychoanalytische Psychotherapie vs. Verhaltenstherapie Reply with quoteBack to top

ich habe grade diesen alten thread wieder durchgelesen, und dabei festgestellt, dass ich die ausschlaggebende annektote noch gar nicht wiedergegeben habe. weil's derartig wahnwitzig, unglaublich und bezeichnend ist, möchte ich sie der forumsgemeinde aber nicht vorenthalten, und trage sie hiermit nach:

Riemann: ich habe mich etwas mit der Psychoanalyse beschäftigt, und stehe ihr zunehmend kritischer gegenüber. insbesondere die wissenschaftstheoretische kritik von sir karl popper finde ich sehr zutreffend: die psychoanalyse ist eine pseudo-wissenschaft, weil sie nicht falsifizierbar ist: denn jede kritik an der psychoanalyse wird ihrerseits wieder analysiert. oder kürzer, mit karl kraus: "die psychoanalyse ist die krankheit, für deren heilung sie sich hält.". außerdem bin ich zum schluss gekommen, dass verhaltenstherapie für meine probleme ohnehin viel besser geeignet ist. und schließlich kann ich mir die 100 euro pro woche "studententarif" ohnehin nicht länger leisten... ich möchte daher, wie ursprünglich ausgemacht, unsere frequenz von zweimal wöchentlich auf einmal wöchentlich reduzieren, mit der option, überhaupt bald aufzuhören.

Psychoanalytiker: es mag jetzt vielleicht paradox klingen, aber ich empfehle ihnen, die frequenz unserer therapie auf dreimal wöchentlich zu erhöhen. diese vorbehalte gegenüber der psychoanalyse müssen wir genauer besprechen!

Riemann: sind's mir nicht bös', aber das kann ich unmöglich ernst nehmen. wiederschaun.

Laughing Laughing Laughing

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Riemanns Love-shyness Thread für krankhaft schüchterne Männer
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