Wellenförmige Depression

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Molaika
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Wellenförmige Depression

Beitrag Di., 01.04.2025, 14:26

Hallo zusammen,

Vor knapp 4 Jahren wurde bei mir eine revidierende mittelschwere Depression festgestellt. Seit dem ist einiges passiert. Ich nehme weiterhin Antidepressiva, gehe in die Therapie und merke deutlich, dass es mir besser geht.

Mein Therapeut meinte letztens, dass ich nimmer die typische depressive bin.

Momentan kommen die Depressionen in Wellen. Das bedeutet ich hab z. B. so2-3 Tage wo es mir echt schlecht, Selbstzweifel, einfach , wo die Depression ziemlich kickt. Dann hab ich wieder 1-2 Wochen dabei, wo es besser ist und dann wieder ein paar Tage, wo ich in mein Loch Falle....

Kennt das jemand von euch???

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lisbeth
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Beitrag Di., 01.04.2025, 19:39

Hallo Molaika,
sind denn körperliche Ursachen ausgeschlossen?
bei so einer Regelmäßigkeit musste ich zb an hormonelle Schwankungen (zyklusbedingt) denken. Das kann auch ganz krasse Stimmungsschwankungen auslösen und da gibt's nicht nur PMS. Perimenopause macht sich unter Umständen auch deutlicher (und früher) bemerkbar als manche Ärzte es wahrhaben wollen.

Meine Idee wäre, mal über die nächsten Monate ein Stimmungstagebuch zu führen und zu schauen ob sich bestimmte Muster abzeichnen, die vielleicht mit bestimmten Auslösern (egal ob körperlich oder nicht) in Verbindung stehen.

Unternimmst du denn aktiv etwas um aus den Tiefs wieder rauszukommen oder geht das nach ein paar Tagen von alleine wieder weg?

Gibt Apps für Moodtracking, ich stehe da eher auf Papier, weil ich solche sensiblen Daten nicht preisgeben möchte. Das muss nicht besonders aufwändig sein, aber auf alle Fälle würde ich neben der Stimmung auch Aktivitäten und Zyklus festhalten.
When hope is not pinned wriggling onto a shiny image or expectation, it sometimes floats forth and opens.
― Anne Lamott

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Weltengänger
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Beitrag Di., 01.04.2025, 20:18

Molaika hat geschrieben: Di., 01.04.2025, 14:26 Momentan kommen die Depressionen in Wellen. ...

Kennt das jemand von euch???
Ich weiß, dass die seelischen Kräfte bei Krankheiten wie einer Depression schwanken können und dabei mal kräftiger und dann wieder schwächer werden können. Das Schwankende der Seele, ihre Sensibilität und Empfänglichkeit ist es, die einen solchen Zustand des Schwankens bringen kann. Wie ließe sich das Schwankende konkretisieren? Was könnte der Auslöser sein?

Hier, im Beitrag vom 03.01.23, gibst du bereits wichtige Hinweise dazu:
Molaika hat geschrieben: Di., 03.01.2023, 07:22 ... wenn ihr morgens aufwacht, dass ihr einfach nur total matschig im Kopf seit? Dass ich es dann net packe aufzustehen und in die Arbeit zu gehen? ... Oftmals geht mir so unendlich viel durch den Kopf.
Was nur für ein bedeutungsvoller Satz?! Wenn einem so unendlich viel durch den Kopf geht, dann kann der Schlaf nicht das bringen, was er ja eigentlich soll, nämlich Entspannung, Ruhe und neue Kräfte sammeln. Der Kopf hat im Schlaf so viel getan, er hat sich regelrecht zermartert, dass er morgens wie matschig ist. Was also sind es für Dinge, die dich selbst im Schlaf nicht ruhen lassen? Was ist es, das dich so sehr bewegt, dass es dir keine Ruhe lässt, das dich zermartern lässt?

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Thread-EröffnerIn
Molaika
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Beitrag Mi., 02.04.2025, 06:22

Danke für eure lieben Antworten.

Ich nehme Mönchspfeffer für die PMS. Das wurde auch etwas besser. Glaub net, dass es direkt mit dem Zyklus zusammenhängt.

Bei mir ist das ganz oft so , wenn ich schöne Sachen erlebe, raus gehe , mich mit Menschen treffe. Ich kann das alles genießen.
Doch oftmals ist es danach so, dass ich in ein Loch Falle. Dass mir dann bewusst wird, dass ich gemocht und geliebt werde..... Ich bin gerade daran am arbeiten, dass ich mich auch mehr annehme....

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