Hallo an alle!
Ich bin schon länger stille Mitleserin und habe nun einen Account erstellt, weil Google mir bei einer Frage nicht weiterhilft - vielleicht gibt es ja hier jemanden, der:die die passende Erfahrung hat.
Um es kurz zu machen:
Letztes Jahr hatte ich Erstgespräche und probatorischen Sitzungen für eine Verhaltenstherapie; diese hat nun "richtig" mit von den von der KV genehmigten Stunden im Januar 2025 angefangen.
Seit diesem Quartal (Q1 2025) bin ich außerdem im Hausarztprogramm.
So wie ich das verstanden habe, benötige ich deswegen für jedes neue Quartal eine Überweisung meiner Hausärztin an den Psychotherapeuten (hier die erste Frage: stimmt das so?).
Meine zweite Frage: Ist mein Therapeut wegen der Überweisung bzw. wegen des Hausarztprogramms verpflichtet, Informationen aus der Psychotherapie an meine Ärztin weiterzugeben? Ich erinnere mich daran, unterschrieben zu haben, dass Berichte an meine Hausärztin ablehne, da war ich aber noch nicht in diesem Programm...
(Ich weiß, dass die einfachste Lösung ist, einfach beim Therapeuten selbst zu fragen, da machen mir aktuell aber meine sozialen Ängste einen Strich durch die Rechnung.)
Vielen Dank schon einmal im Voraus!
Hausarztprogramm - Berichte an Hausärztin?
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Thread-EröffnerIn - neu an Bo(a)rd!
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Nein, weder brauchst du eine Überweisung, noch muss deine Therapeutin einen Bericht an deine Hausärztin schicken.
Hast du eigentlich Widerspruch gegen die elektronische Patientenakte eingelegt und bereits die Nachricht erhalten, dass der Widerspruch eingegangen ist?
Verantwortungsbewusste Therapeuten bestehen auf den Widerspruch, weil ansonsten deren erweiterte Schweigepflicht nicht gewährleistet werden kann.
Von daher rate ich dir dazu, falls noch nicht geschehen.
Hast du eigentlich Widerspruch gegen die elektronische Patientenakte eingelegt und bereits die Nachricht erhalten, dass der Widerspruch eingegangen ist?
Verantwortungsbewusste Therapeuten bestehen auf den Widerspruch, weil ansonsten deren erweiterte Schweigepflicht nicht gewährleistet werden kann.
Von daher rate ich dir dazu, falls noch nicht geschehen.
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@Sydney-b, danke für deine Antwort.
Das mit der Überweisung hatte ich mir irgendwie schon gedacht. Auf Nachfrage meinte meine Krankenkasse zwar zu mir, es sei in jedem Quartal eine Überweisung notwendig. Aber ich hatte schon öfter das Gefühl, dass die die Anfragen gar nicht richtig lesen bzw. zu schnell Schlüsse ziehen um was es geht.
Der elektronischen Patientenakte hatte ich fristgerecht widersprochen, danke für den Hinweis!
Das mit der Überweisung hatte ich mir irgendwie schon gedacht. Auf Nachfrage meinte meine Krankenkasse zwar zu mir, es sei in jedem Quartal eine Überweisung notwendig. Aber ich hatte schon öfter das Gefühl, dass die die Anfragen gar nicht richtig lesen bzw. zu schnell Schlüsse ziehen um was es geht.
Der elektronischen Patientenakte hatte ich fristgerecht widersprochen, danke für den Hinweis!
Also das Hausarztprogramm ist ja dafür da, dass alles zentral über den Hausarzt läuft.summa-summarum hat geschrieben: Di., 25.02.2025, 21:27 Meine zweite Frage: Ist mein Therapeut wegen der Überweisung bzw. wegen des Hausarztprogramms verpflichtet, Informationen aus der Psychotherapie an meine Ärztin weiterzugeben?
Aber Therapeuten können auch direkt über die Krankenkasse abrechnen. Also ich meine psycholog. Psychotherapeuten mit einem eigenen Kassensitz, wo man eine Psychotherapie machst. Wenn du psychologischen Gesprächen z. B. zu einer psychiatrischen Institutsambulanz oder ambulant in einer Klinik o. ä. gehst, brauchst du aber tasächlich 1x im Quartal eine Überweisung vom Hausarzt.
Un du musst unterschreiben, dass Informationen weitergegeben werden sollen an deinen Hausarzt. Oder du unterschreibst das nicht. Deshalb alles lesen, was du dann irgendwann an Papierkram beim Therapeuten unterschreibst und nachfragen, wenn du was nicht verstehst.
"You cannot find peace by avoiding life."
Virginia Woolf
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So, ein kurzes Update von mir: Ich habe Anfang März dann doch bei meiner Krankenkasse nachgefragt.
Tatsächlich brauche ich für jedes Quartal eine Überweisung. Das ist wohl im Hausarztprogramm so. Da beide der Antworten, die ich bekommen habe meinten, ich brauche keine, wollte ich das hier für andere Leser und Leserinnen richtig stellen.
Tatsächlich brauche ich für jedes Quartal eine Überweisung. Das ist wohl im Hausarztprogramm so. Da beide der Antworten, die ich bekommen habe meinten, ich brauche keine, wollte ich das hier für andere Leser und Leserinnen richtig stellen.
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- [nicht mehr wegzudenken]
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also das würde ich tatsächlich nochmal mit dem Therapeuten klären.
Das ist ja unglaublicher Schwachsinn. Für eine bereits von der Krankenkasse genehmigte (!) Therapie brauchst du dann also jedes Quartal eine Überweisung vom Hausarzt, der damit rein gar nichts zu tun hat. So kann man auch Leute beschäftigen und Geld verschwenden.
Ich würde da schleunigst das Hausarztprogramm verlassen.
Das ist ja unglaublicher Schwachsinn. Für eine bereits von der Krankenkasse genehmigte (!) Therapie brauchst du dann also jedes Quartal eine Überweisung vom Hausarzt, der damit rein gar nichts zu tun hat. So kann man auch Leute beschäftigen und Geld verschwenden.
Ich würde da schleunigst das Hausarztprogramm verlassen.
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@chrysokoll, ich finde das auch bescheuert... Aber ich gehe davon aus, dass die Info von der Krankenkasse richtig ist, die bezahlen den Kram ja.
Leider haben hier viele Arztpraxen die Teilnahme am Hausarztprogramm als Bedingung, um überhaupt als Patient aufgenommen zu werden - ich finde das auch nicht gut, hatte aber keine wirkliche Wahl.
Leider haben hier viele Arztpraxen die Teilnahme am Hausarztprogramm als Bedingung, um überhaupt als Patient aufgenommen zu werden - ich finde das auch nicht gut, hatte aber keine wirkliche Wahl.
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- Forums-Gruftie
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Das stimmt schon mit der Überweisung beim Hausarzt-Modell. War bei mir genauso. Und auch bei mir hat mir das sowohl die Hausärztin als auch die Krankenkasse bestätigt. Mein erster Therapeut hat mir das auch am Anfang so gesagt, und ich hab das immer gemacht.
Bei der jetzigen ist es so, dass sie immer irritiert war, dass ich immer ne Überweisung gebracht habe. Ich hab dann irgendwann mal gefragt, ob sie das irgendwie bei ihrer Abrechnung oder so vermerkt oder was sie mit der Überweisung macht. Da meinte sie, dass sie überhaupt nichts damit macht, sondern nur ablegt. Nach 2 Jahren Therapie bei ihr hab ich dann irgendwann aufgehört die Überweisungen zu bringen und bis jetzt ist noch nichts gravierendes passiert.
Ich habe mir gedacht, meine Hausärztin weiß seit Jahren, dass ich in Therapie bin und da ich auch bei ihr regelmäßig bin, weiß sie auch von meinem jeweiligen Gesundheitlichen Zustand. Und somit ist für mich das Ziel des Hausarzt-Modells erreicht.
Übrigens hat sie auch immer angekreuzt, dass sie einen Bericht wünscht, aber noch nie einen bekommen. Mein erster Therapeut, der ein ärztlicher Psychotherapeut war, hat mir erklärt, dass er der Hausärztin gegenüber zu nichts verpflichtet ist. Er arbeitet für mich, und wird von der Krankenkasse bezahlt, dass sind die zwei "Parteien" denen er gegenüber zu irgendwelchen Berichten verpflichtet wäre. Wenn ich einen Bericht wünschen würde, würde er es machen, aber was die Hausärztin wünscht, das ist ihm egal.
Ich hab darüber auch mal mit meiner Hausärztin gesprochen, und sie hat mir ähnliches gesagt. Sie setzt das Kreuzchen bei Bericht gewünscht standardmäßig auf jede Überweisung. Aber ganz ganz viele Ärzte (nicht nur Psychotherapeuten) schicken nie einen Bericht. Sie hat dagegen dann auch keine Handhabe. Sie sagt, wenn sie einen Bericht bekommt, dann ist es schön, wenn nicht, dann halt nicht.
Bei der jetzigen ist es so, dass sie immer irritiert war, dass ich immer ne Überweisung gebracht habe. Ich hab dann irgendwann mal gefragt, ob sie das irgendwie bei ihrer Abrechnung oder so vermerkt oder was sie mit der Überweisung macht. Da meinte sie, dass sie überhaupt nichts damit macht, sondern nur ablegt. Nach 2 Jahren Therapie bei ihr hab ich dann irgendwann aufgehört die Überweisungen zu bringen und bis jetzt ist noch nichts gravierendes passiert.
Ich habe mir gedacht, meine Hausärztin weiß seit Jahren, dass ich in Therapie bin und da ich auch bei ihr regelmäßig bin, weiß sie auch von meinem jeweiligen Gesundheitlichen Zustand. Und somit ist für mich das Ziel des Hausarzt-Modells erreicht.
Übrigens hat sie auch immer angekreuzt, dass sie einen Bericht wünscht, aber noch nie einen bekommen. Mein erster Therapeut, der ein ärztlicher Psychotherapeut war, hat mir erklärt, dass er der Hausärztin gegenüber zu nichts verpflichtet ist. Er arbeitet für mich, und wird von der Krankenkasse bezahlt, dass sind die zwei "Parteien" denen er gegenüber zu irgendwelchen Berichten verpflichtet wäre. Wenn ich einen Bericht wünschen würde, würde er es machen, aber was die Hausärztin wünscht, das ist ihm egal.
Ich hab darüber auch mal mit meiner Hausärztin gesprochen, und sie hat mir ähnliches gesagt. Sie setzt das Kreuzchen bei Bericht gewünscht standardmäßig auf jede Überweisung. Aber ganz ganz viele Ärzte (nicht nur Psychotherapeuten) schicken nie einen Bericht. Sie hat dagegen dann auch keine Handhabe. Sie sagt, wenn sie einen Bericht bekommt, dann ist es schön, wenn nicht, dann halt nicht.
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