ich hab mal wieder eine Frage an euch erfahrene Therapie-Patienten

Ich hatte jetzt eine ca. 5-wöchige Therapiepause. Ich mache Schematherapie (Gruppe und Einzel - Gruppe habe ich in der Zeit 2x besucht). Grund für die Pause war, dass mir irgendetwas an der ganzen Therapie zu viel wurde. Sowohl in der Gruppe als auch im Einzel gab es immer wieder neuen Input. 1x Woche 100min. und einmal die Woche 50min. Soviel Therapie hatte ich noch nie (und das ist meine 3. Psychotherapie). Ich hatte kaum Zeit das alles zu bearbeiten und das Gefühl, kein Thema für mich so richtig abzuschließen. Ich war überfordert, was sich bei mir oft in so ner Art Patzigkeit und Trotzigkeit dem Therapeuten gegenüber geäußert hat. Die erste Stunde nach der Pause ist nächste Woche.
Die Pause konnte ich gut nutzen, mit über einiges klar zu werden;
Erstens: Ich larviere um die großen Themen herum. Ich finde immer aktuelle kleinere Themen, die mich gerade stressen. Am Ende dient das aber dazu, meine Hauptprobleme nicht anzusprechen. Das möchte ich jetzt ändern.
Zweiter Punkt und Grund des Threads: ich weiß schon eine ganze Weile, dass ich wohl hochsensibel bin oder bestimmte Anteile davon habe. Ich selbst seh das nicht immer so. Aber es passt einfach alles zusammen. Darauf gebracht hat mich meine letzte Therapeutin und ich habe jetzt angefangen, das Buch, dass sie mir empfohlen hat (und seit 3 Jahren in meinem Regal verstaubt) mal zu lesen. Und ja, auch wenn ich es ungern zugebe, sehr vieles trifft auf mich zu.
Womit ich aber noch nicht ganz klar komme ist die Hochsensibilität im Kontext der Therapie. Ich hab ganz oft das Problem in der Stunde in totalen Stress zu verfallen. Mein Therapeut meint, mich triggert die Stunde als solches. Warum habe ich noch nicht verstanden. Ich dachte immer es geht um „Angst, dass etwas schlimmes passiert“. In dem Buch zur HS stand jetzt aber auch, dass die für Hochsensible typische Überreizung oft mit Angst verwechselt wird. Und ja, wenn ich so drüber nachdenke, fühle ich mich wirklich zu stark angespannt und gereizt von der Vorstellung, dass es da jetzt nur um mich geht. Gefühlt möchte ich über jeden Satz, den er sagt, erstmal 2
Minuten nachdenken. Alles in allem und dazu die Kombination aus Einzel und Gruppe führt es dazu, dass ich mit dem Nachdenken gar nicht mehr hinterher komme und schon vor der Stunde gereizt bin, weil ich Angst vor der Gedankenflut habe. Ich neige auch aufgrund der Depression sehr stark zum Grübeln, das mach es natürlich nicht besser.
Mein Anliegen hier also: kennt das jemand ? Hat jemand einen Umgang damit gefunden? Also dieser Überreizung entgegen zu wirken?
Ich werde das natürlich auch mit dem Therapeuten besprechen, tu mir nur schwer das Ganze als „Hochsensibilität“ anzusprechen. Das ist ja so ein Thema an dem sich die Geister scheiden.
LG, Saly