mir ist klar, das ist kein Einzelfall und er darf nicht. Aber ich muss es irgendwo mal loswerden. Ich bin seit 4 Jahren in Therapie bei meinem Therapeuten wegen Trauma (sexuelle Gewalt). Anfangs fiel es mir sehr schwer mich zu öffnen. Mittlerweile klappt das echt gut. Angefangen hat es damit, dass ich ihm gefallen wollte. Ich zog mich extra immer schön an an diesem Tag und machte meine Haare zurecht, so dass ich möglichst attraktiv auf ihn wirke und ich ihm vielleicht gefalle. Mittlerweile haben wir irgendwie so ein freundschaftliches Verhältnis und manchmal verlässt er auch seine therapeutische Rolle. Er sucht am Ende der Stunde auch immer meine Nähe, berührt mich flüchtig und lächelt mich an. Eigentlich verschwindet sein lächeln so gut wie nie aus seinem Gesicht. Ich muss ständig an ihn denken und, dass ich ihm gerne nah wäre, dass wir zusammen kuscheln und er mich beschützt. Sein Verhalten lässt für mich den Schluss zu, dass er mich auch gut findet. Aber jetzt habe ich wieder Angst, dass er mich dann am Ende der Therapie dann schroff abweist und ich ihn nie wieder sehe. Er ist für mich wie der Freund den ich nie hatte und auf einer Ebene mit mir ist. Ich fühle mich einfach super wohl in seiner Nähe und habe auch Sexfantasien mit ihm. Seitdem ich mir Sex mit ihm vorstelle, kann ich auch wieder zum Orgasmus kommen und das fühlt sich einfach schön an.

Bis jetzt dachte ich immer es sei nur eine Phase, aber diese Verliebtheit verschwindet nie dauerhaft, sie kommt immer wieder. Er ist für mich mein Licht in der Dunkelheit und ich will ihm auch gut tun, mache mir Sorgen um ihn, wenn er krank ist usw und auch jetzt während Corona habe ich mir immer Sorgen gemacht. Als ich mal durch den Job für 4 Monate weg musste, durfte ich ihm trotzdem schreiben und anrufen. Und dann hat er mir geschrieben, dass er sich schon sehr freut mich wieder zu sehen. Ich hätte nie gedacht, dass ein Mensch mir so wichtig werden könnte und genau das ist jetzt das Problem, weil ich Angst habe ihn bald zu verlieren. Ich mag ihm das nicht erzählen, es wäre auch scheiße wegen seiner Familie. Ich genieße die Zeit mit ihm sehr und doch sitze ich jetzt hier und heule, weil ich Angst habe das es zuende geht.
Ich glaube ich sehe vor rosa Wölkchen gerade nichts mehr. Mir ist schon klar, dass er nicht perfekt ist und ich kenne auch Seiten an ihm, die ich nicht gerade gut finde, aber akzeptieren kann. Kann mir hier jemand helfen, bevor ich mich wieder verliere? Denkt ihr er merkt, dass ich in ihn verliebt bin? Wenn ja, warum sagt er dann nichts?
Viele Grüße
NoLimits