Psychosom. Beschwerden, können sie sich verlagern?

Die Psyche spielt eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des körpereigenen Abwehrsystems: immer mehr Krankheiten werden heute als 'psychosomatisch' und damit ggf. psychotherapeutisch relevant betrachtet.
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madame_grinsekatze
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Beiträge: 144

Psychosom. Beschwerden, können sie sich verlagern?

Beitrag Di., 13.09.2011, 07:26

guten morgen!

meine schwachstelle ist normalerweise der hals.
also wenn ich etwas nicht sage oder mir wut im hals steckt bekomme ich sofort halsweg/halsentzündung.

doch in letzter zeit schlägt mir vieles auf den magen.
können sich solche beschwerden umverlagern oder sind das einfach neue mit dem einem der körper etwas sagen will?

eine freundin von mir wurde ziemlich unfair aus der arbeit rausgeschmissen und das schlägt mir total auf den magen. sobald ich nur dran denke spüre ich ihn schon.

ich bilde mir auch ein, dass meine therapeutin mal meinte, dass das wechseln kann aber sicher bin ich mir nicht mehr.
welche erfahrungen habt ihr damit?

lg
madame grinsekatze

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StarEnte
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männlich/male, 25
Beiträge: 36

Beitrag Do., 15.09.2011, 16:17

hi katze

ich glaube schon, dass es so ist, dass die schmerzen sich verlagern können.. ich hab da auch schon so meine stellen gehabt.. aber im mom ists zum glück nur der rücken, das kommt woanders her

dennoch würd ich es evtl mal abchecken lassen, man muss ja nicht gleich das volle programm fahren

lg
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R.L.Fellner
Psychotherapeut
männlich/male
Beiträge: 827

Beitrag Do., 15.09.2011, 17:29

Liebe Madame,

in der Psychotherapie, Psychosomatik etc. wird dieses Phänomen als "Symptomverschiebung" bezeichnet - und ja, es existiert!

In der Psychosomatik etwa bei der "Verschiebung" einschlägiger Symptomkreis hin zu einem anderen Kreis von Beschwerden (z.B. längere Zeit keine HNO-Beschwerden mehr, dafür vermehrt Probleme im Verdauungstrakt), in der Psychotherapie etwa dann, wenn beispielsweise das Hauptproblem, weswegen ein Klient die Psychotherapie begann, verschwindet und dafür andere auftreten (z.B. Panikattacken werden geringer, dafür stellen sich plötzlich Ängste vor Krankheiten ein).

Threads zu diesem Thema finden Sie im Bereich "Psychosomatische Beschwerden" dieses Forums in großer Zahl - mit ein Hinweis darauf, dass bei vielen Krankheiten eine ausschließliche Behandlung der körperlichen Beschwerden eben nicht ausreichte.

Freundliche Grüße,
R.L.Fellner

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