Bin ich von meiner Therapeutin besessen?
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Was ist es für eine Therapieform?
Ich finde das schon auch etwas hart wenn sie sagt du kannst so in der opferrolle bleiben oder was besseres draus machen. Aber sie hat ja recht. Aber manche sind halt empathischer als andere.
Ich finde das schon auch etwas hart wenn sie sagt du kannst so in der opferrolle bleiben oder was besseres draus machen. Aber sie hat ja recht. Aber manche sind halt empathischer als andere.
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Nun ja, ich finde, sie (die Therapeutin) kann das durchaus so sagen mit der Opferrolle - nur ich finde, wenn du darauf kommst, dass du in der Opferrolle bleiben möchtest, sollte sie dich nicht weiterbehandeln (vorerst), weil es nicht gut ist, wenn sie das fördert - das wird dir nicht helfen, sondern manifestiert nur dein Krankheitsbild. Ich finde es übrigens bezeichnend, dass du sie immer groß schreibst, wenn du hier über sie schreibst, Sansa. Vor allem... wenn du schon ein Jahr bei ihr bist, wirst du maximal noch ein bis anderthalb Jahre bei ihr sein können, danach wirst du wieder allein klar kommen müssen. Es ist nicht nur Geld- sondern auch Zeitverschwendung... und vielleicht sogar Kraftverschwendung. Du hast jetzt vermutlich Therapiestundenhalbzeit (solltet ihr das Höchstkontingent ausreizen mit welcher Begründung auch immer), wenn sie dich tatsächlich weiterbehandelt, obwohl du keine Besserung anstrebst - eigentlich dürfte sie so gar nicht weitermachen. Jedenfalls ist diese seltsame Art von Halt ziemlich zeitbegrenzt - und auf diese Weise auch noch hohl, das heißt, sie wird dich nicht sättigen - du wirst also vermutlich sehr hungrig diese Therapie verlassen und genauso blöd dastehen wie vorher, wenns vorhei ist.
"Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen." - Albert Schweitzer
Ich wollte nicht in der Opferrolle bleiben. Nur darüber reden, dass die Art, wie Sie es gemacht hat, mich verletzt hat. Und nach dem dritten Anlauf, sagte Sie das dann, dass ich nach Vorne schauen soll und das ich nicht in der Opferrolle stecken bleiben soll. Das Beste daraus machen war, dass ich nicht weiter drüber rede. Dann erst konnten wir weiter.
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Wie meinst du das? Das verstehe ich nicht.Philosophia hat geschrieben: ↑Mo., 04.05.2020, 15:06 Ich finde es übrigens bezeichnend, dass du sie immer groß schreibst, wenn du hier über sie schreibst, Sansa.
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Achso, sie hat das in diesem Zusammenhang mit der Nachmittagsstunde gesagt! Das ist mehr als daneben und geht gar nicht. Und wenn du 10 Stunden darüber reden musst, weil es dich bedrückt - weil es eine Störung zwischen euch ist, dann sollte sie das ernst nehmen. Das ist echt nicht ok, was da zwischen euch gelaufen ist und es hat nachhaltige Folgen: Du vertraust ihr nicht. Und ohne Vertrauen geht eigentlich nichts...
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Na du schreibst zum Beispiel weiter oben "und habe auch wieder mehr halt durch Sie gefunden." Und auch sonst, schreibst du sie immer groß, also du schreibst 'Sie' - warum? - es wirkt, als würdest du selbst hier mit ihr sprechen und den Dialog mit ihr hier führen, den du eigentlich vor Ort mit ihr führen solltest.
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Das war mir nicht bewusst. Ich weiß nicht warum ich das sie großgeschrieben habe. Ist das schlimm?
Bezeichnend in wie Fern?
Bezeichnend in wie Fern?
Ja, sie hat das in dem Zusammenhang gesagt. Dabei wollte ich nur darüber reden.
Dazu hatte sie dann keine Lust mehr. War ja eh nicht mehr änderbar und sie wollte es ja so für sich und den anderen Patienten von ihr.
Daher fällt es mir schwer zu sagen, wie ich fühle.
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Nein, es ist nicht schlimm, dass du 'Sie' anstatt 'sie' schreibst, aber ich fands auffällig konsequent und habe mich gefragt, ob es damit zusammenhängt, dass du das hier Gesagte lieber ihr sagen würdest, dich aber nicht traust, weil sie schon mal so doof war zu dir. Ich finde jedenfalls, dass eine Störung in der therapeutischen Beziehung besprochen gehört und sie hat gleich zu Anfang dir zu verstehen gegeben, dass das bei ihr nicht geht - und das ist nicht ok und bietet null Boden und Halt für Wachstum.
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@Marlena:
Ich habe mich anfangs in der jetzigen Therapie auch oft klein gefühlt. Wie alt genau, das konnte ich nicht so wirklich sagen. Mein Therapeut hat mich anfangs oft gefragt, wie alt ich mich fühle, wenn ich manche Sachen erzählt habe. Konnte es altersmäßig oft sehr schwer einordnen.
Zur Abhängigkeit: Ich habe über meine Angst gesprochen, abhängig zu sein/zu werden. Gerade weil ich in der vorherigen "Therapie" eine starke und ungute Abhängigkeit (und auch viel Schlimmeres) erlebt hatte. Und ich dachte lange, dass ich "so bin" und ich "nicht anders kann". Aber mit der richtigen Hilfe konnte und kann ich wachsen.
Schreiben darf ich immer noch und es ist angenehm, das zu wissen. Aber ich komme inzwischen gut alleine zurecht, trotz größerer Abstände zwischen den Terminen. Ich mag meinen Therapeuten und ich schätze ihn sehr - aber noch mehr mag ich meine neu erworbenen Fähigkeiten, meine Freiheiten, meine innere Ruhe, die ich immer mehr gewinnen kann... Und das ist doch das Ziel: mit sich selbst gut zu können - anstatt sich DURCH den Therapeuten/die Therapeutin gut zu fühlen. Denn wenn das (Therapie/Therapeut) mal wegbricht oder es Enttäuschungen gibt, dann ist es schnell vorbei mit der scheinbaren Sicherheit.
@Sansa:
Über das Verhalten deiner Therapeutin wäre ich auch enttäuscht gewesen. Sehe es wie Philosophia, dass sowas nicht geht. Was mir auffällt: Du bist so sehr damit beschäftigt, nichts falsch zu machen, es IHR recht zu machen... Wie willst du so deine Probleme bearbeiten? Du fühlst dich mit ihr wohl, wenn "ihr beide gut drauf seid" - und wenn nicht, dann wackeln deine Welt und deine Verfassung?
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann leuchtet bei mir mehr als nur EIN Warnsignal!
Ich habe mich anfangs in der jetzigen Therapie auch oft klein gefühlt. Wie alt genau, das konnte ich nicht so wirklich sagen. Mein Therapeut hat mich anfangs oft gefragt, wie alt ich mich fühle, wenn ich manche Sachen erzählt habe. Konnte es altersmäßig oft sehr schwer einordnen.
Zur Abhängigkeit: Ich habe über meine Angst gesprochen, abhängig zu sein/zu werden. Gerade weil ich in der vorherigen "Therapie" eine starke und ungute Abhängigkeit (und auch viel Schlimmeres) erlebt hatte. Und ich dachte lange, dass ich "so bin" und ich "nicht anders kann". Aber mit der richtigen Hilfe konnte und kann ich wachsen.
Schreiben darf ich immer noch und es ist angenehm, das zu wissen. Aber ich komme inzwischen gut alleine zurecht, trotz größerer Abstände zwischen den Terminen. Ich mag meinen Therapeuten und ich schätze ihn sehr - aber noch mehr mag ich meine neu erworbenen Fähigkeiten, meine Freiheiten, meine innere Ruhe, die ich immer mehr gewinnen kann... Und das ist doch das Ziel: mit sich selbst gut zu können - anstatt sich DURCH den Therapeuten/die Therapeutin gut zu fühlen. Denn wenn das (Therapie/Therapeut) mal wegbricht oder es Enttäuschungen gibt, dann ist es schnell vorbei mit der scheinbaren Sicherheit.
@Sansa:
Über das Verhalten deiner Therapeutin wäre ich auch enttäuscht gewesen. Sehe es wie Philosophia, dass sowas nicht geht. Was mir auffällt: Du bist so sehr damit beschäftigt, nichts falsch zu machen, es IHR recht zu machen... Wie willst du so deine Probleme bearbeiten? Du fühlst dich mit ihr wohl, wenn "ihr beide gut drauf seid" - und wenn nicht, dann wackeln deine Welt und deine Verfassung?
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann leuchtet bei mir mehr als nur EIN Warnsignal!
Weil ich nicht anders kann.GuterGeist2019 hat geschrieben: ↑Mo., 04.05.2020, 17:56 Du bist so sehr damit beschäftigt, nichts falsch zu machen, es IHR recht zu machen... Wie willst du so deine Probleme bearbeiten? Du fühlst dich mit ihr wohl, wenn "ihr beide gut drauf seid" - und wenn nicht, dann wackeln deine Welt und deine Verfassung?
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann leuchtet bei mir mehr als nur EIN Warnsignal!
Ich fühle mich gut, wenn es in der Sitzung gut gelaufen ist. Wenn wir gut auseinander gehen. Aber selbst da gibt es dann immer noch ein Anteil in mir, der dann noch x-mal überprüft ob dem auch wirklich so ist.
Wenn die Sitzung schwierig war, weil wir Beide gerade nicht bei der Sache sind, dann fühle ich mich elend und schaue und überlege ich, was ich hätte besser machen können und bin dann unzufrieden mit mir selbst und meine Leistung.
Das liegt nicht an die Therapeutin. Das bringe ich mit.
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Dann sprich es an. Sag es ihr so, wie du es hier schreibst.
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Ja, unbedingt ansprechen - das ist die eigentliche Arbeit in der Therapie! Denn genau wegen solcher Verhaltensmuster bist du doch in Therapie. Das soll doch besser werden und nicht für immer so bleiben - sonst bräuchtest du ja nicht zur Therapie gehen.
"Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen." - Albert Schweitzer
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