Verliebt in den Therapeuten
Das auch ja, man überträgt ja im wahren Leben auch. Deshalb finde ich es auch immer so schwierig "nur" von Übertragung zu sprechen in einer Therapie. Für mich hat sich die Verliebtheit wie jede andere Verliebtheit vorher angefühlt. Und im wahren Leben spielt die Übertragung vermutlich eine nicht zu verachtende Rolle, sodass mit der Wertung "Übertragung" innerhalb eines therapeutischen Prozesses für mein Empfinden auch eine Abwertung der Echtheit stattfindet, die nicht gerechtfertigt ist.
- Werbung
Beides sind "medizinische, helfende, heilende" Berufe (die über die Krankenkasse abrechnen können). Gehören also einer Obergruppe an. Da wirst auch Du nix dran ändern, Isabe. Und wenn Du es noch so lange versuchst. (Warum auch immer?)isabe hat geschrieben:weil es keine gemeinsamen Merkmale gibt - das, was beiden gemein ist, nämlich die Tatsache, dass "etwas" behandelt wird, reicht nicht aus für eine gemeinsame Basis beider Berufsbilder).
Ich habe schon schlimme körperliche Beschwerden gehabt.
Da hat mir Physiotherapie sehr geholfen und ich wende bestimmte Übungen immer wieder zur Entlastung an.
Doch, das ist eine wichtige Hilfe bei körperlichen Problemen!
Einen Vergleich mit der engen persönlichen Beziehung wie in der Psychotherapie mag ich nicht so sehen.
Dass man da sein Innerstes verbal äußert in einer lang dauernden Psychotherapie, die auf Gespräche ausgerichtet ist.
Da wo die Not ist und geholfen wird, ist es gut und wichtig.
Eine Bewertung und Gewichtung ist dann aber schräg.
Wenn das Aua verschwindet, körperlich oder psychisch: Dann ist es doch gut.
Da hat mir Physiotherapie sehr geholfen und ich wende bestimmte Übungen immer wieder zur Entlastung an.
Doch, das ist eine wichtige Hilfe bei körperlichen Problemen!
Einen Vergleich mit der engen persönlichen Beziehung wie in der Psychotherapie mag ich nicht so sehen.
Dass man da sein Innerstes verbal äußert in einer lang dauernden Psychotherapie, die auf Gespräche ausgerichtet ist.
Da wo die Not ist und geholfen wird, ist es gut und wichtig.
Eine Bewertung und Gewichtung ist dann aber schräg.
Wenn das Aua verschwindet, körperlich oder psychisch: Dann ist es doch gut.
Ja, und je nach Art der "Übertragung" macht uns das glücklich oder unglücklich.zombie78 hat geschrieben:Das auch ja, man überträgt ja im wahren Leben auch.
Therapeuten "bedienen" das eben mehr, ganz bewusst teilweise. Eben um zu einer "Verbesserung" des "Übertragungsgeschehens" im Alltag zu verhelfen. Denn nur was sich "zeigt" kann ich auch "bewusst bearbeiten". Wenn ich zB. immer an missbrauchende Männer gerate, weil ich es nicht anders kenne und mir gleichzeitig zurecht phantasiere, dass der andere es bestimmt nicht so meint und ich es ja auch nicht anders verdient habe, dann ist das ja auch eine Übertragung.
Verhält sich ein Therapeut nun "anders" dann komme ich unter Umständen zum ersten Mal in meinem Leben damit in Kontakt, wie es ist, nicht missbraucht zu werden und trotzdem Wertschätzung zu erfahren...und damit ins Nachdenken und damit wird dann eine Veränderung angestossen.
- Werbung
Solage:
Bei körperlichen Beschwerden hilft EIN Physiotherapeut. Irgendein beliebiger. Eine Psychotherapie beruht in ihrer Essenz genau darauf NICHT, dass IRGENDWER die Behandlung vornimmt, sondern sie funktioniert überhaupt nur in der Beziehung zweier Individuen, wobei diese Beziehung von gegenseitigem Vertrauen, das erst wachsen muss, geprägt ist.
Bei körperlichen Beschwerden hilft EIN Physiotherapeut. Irgendein beliebiger. Eine Psychotherapie beruht in ihrer Essenz genau darauf NICHT, dass IRGENDWER die Behandlung vornimmt, sondern sie funktioniert überhaupt nur in der Beziehung zweier Individuen, wobei diese Beziehung von gegenseitigem Vertrauen, das erst wachsen muss, geprägt ist.
Ja, das sehe ich auch so Zombie78.zombie78 hat geschrieben:Das auch ja, man überträgt ja im wahren Leben auch. Deshalb finde ich es auch immer so schwierig "nur" von Übertragung zu sprechen in einer Therapie. Für mich hat sich die Verliebtheit wie jede andere Verliebtheit vorher angefühlt. Und im wahren Leben spielt die Übertragung vermutlich eine nicht zu verachtende Rolle, sodass mit der Wertung "Übertragung" innerhalb eines therapeutischen Prozesses für mein Empfinden auch eine Abwertung der Echtheit stattfindet, die nicht gerechtfertigt ist.
Du bist ganz echt verliebt und Übertragung wertet Deine Liebe ab. Ist es doch nicht echt, was da passiert.
Nö, ist bestimmt echt und dadurch, dass diese Liebe nicht erfüllt werden kann, eben so schmerzhaft.
Da ist meiner Meinung nach der Therapeut dann auch in der Pflicht, das mit Dir gemeinsam aufzuarbeiten.
-
- [nicht mehr wegzudenken]
- , 52
- Beiträge: 2400
Aber, es ist der Beginn eines Beziehungsversuchs, nennen wir es mal so.mio hat geschrieben:Ja, aber da betreibt man in der Regel ab einem gewissen Alter erst mal den "Realitätscheck", also hält der andere auch das, was man sich von ihm verspricht? Und wenn nicht, dann geht man die Beziehung erst gar nicht erst ein bzw. beendet sie recht schnell wieder, so bemerkt wird: Ich habe mich getäuscht.... Das wäre "gesundes" Verhalten. Alles andere ist "Romantisierung".Lockenkopf hat geschrieben:So entstehen aber auch Beziehungen im realen Leben.
Du wenn der klappt, somit der Beginn einer realen Beziehung.
Liebe Grüße
Lockenkopf
Lockenkopf
Es ist nicht "echt" weil es nicht dem Menschen gilt, sondern dem - beruflich vorgegebenen - gezeigten Verhalten. Die "Verliebtheit" basiert also einzig darauf, was der andere mir entgegen bringt, nicht aber, was er ist. Denn was er ist, dass weiss ich als Patient ja gar nicht. Ich kenne ihn viel zu wenig, als das ich das wissen könnte. Das ist das "illusionäre" daran. Und "echte" Liebe ist nun mal nicht "illusionär" sondern "kennt" den anderen, so wie er ist. Und liebt dann genau das. Mir allen Ecken und Kanten.Solage hat geschrieben: Du bist ganz echt verliebt und Übertragung wertet Deine Liebe ab. Ist es doch nicht echt, was da passiert.
Nö, ist bestimmt echt und dadurch, dass diese Liebe nicht erfüllt werden kann, eben so schmerzhaft.
Oh nein, ich habe lange gebraucht eine Physiotherapeutin zu finden, die mit manueller Technik arbeitet und Osteopathie anwendet. Die eine ganz andere Methode hatte als die anderen Physiotherapeuten. Sehr sanft mit minimalen, nahen Berührungen. So ganz wurscht ist es eben nicht, bei wem ich lande.isabe hat geschrieben:Solage:Bei körperlichen Beschwerden hilft EIN Physiotherapeut. Irgendein beliebiger. Eine Psychotherapie beruht in ihrer Essenz genau darauf NICHT, dass IRGENDWER die Behandlung vornimmt, sondern sie funktioniert überhaupt nur in der Beziehung zweier Individuen, wobei diese Beziehung von gegenseitigem Vertrauen, das erst wachsen muss, geprägt ist.
In der Psychotherapie ist es allerdings für mich auch noch einmal wichtiger, dass es passt. Ist es doch ein langer Zeitraum, in dem ich richtig begleitet werden mag mit ganz viel Selbstöffnung.
Wenn da Vertrauen missbraucht wird, ist es schon sehr schmerzhaft.
-
- [nicht mehr wegzudenken]
- , 52
- Beiträge: 2400
isabe hat geschrieben:Solage:
Bei körperlichen Beschwerden hilft EIN Physiotherapeut. Irgendein beliebiger. Eine Psychotherapie beruht in ihrer Essenz genau darauf NICHT, dass IRGENDWER die Behandlung vornimmt, sondern sie funktioniert überhaupt nur in der Beziehung zweier Individuen, wobei diese Beziehung von gegenseitigem Vertrauen, das erst wachsen muss, geprägt ist.
Ganz klar NEIN. Die Chemie muss stimmen, sonst fährt die Therapie gegen die Wand, ganz gleich ob Physiotherapie oder Psychotherapie!!!
Therapeutische Arbeit ist immer Arbeit auf Vertrauensbasis.
Liebe Grüße
Lockenkopf
Lockenkopf
Bei Verliebtheit ist das doch immer so.Da verliebe ich mich in ein Bild, das ich vom Gegenüber habe.mio hat geschrieben:Es ist nicht "echt" weil es nicht dem Menschen gilt, sondern dem - beruflich vorgegebenen - gezeigten Verhalten. Die "Verliebtheit" basiert also einzig darauf, was der andere mir entgegen bringt, nicht aber, was er ist. Denn was er ist, dass weiss ich als Patient ja gar nicht. Ich kenne ihn viel zu wenig, als das ich das wissen könnte. Das ist das "illusionäre" daran. Und "echte" Liebe ist nun mal nicht "illusionär" sondern "kennt" den anderen, so wie er ist. Und liebt dann genau das. Mir allen Ecken und Kanten.
Da zeigt sich jeder von seiner besten Seite.
Kennenlernen tue ich dann später...Da entscheidet sich dann, ob aus Verliebtheit Liebe wird, oder eben Trennung.
Es ist immer gut, wenn man einander mag. Das trifft auf den Fischverkäufer, von dem ich einen Hering haben will, nicht weniger zu wie auf dich.
Halte ich für eine fragwürdige Herangehensweise so es zu sehr "unecht" wird. Ich zeige mich im Grunde auch da so, wie ich bin. Außer dass ich zum ersten Date mit "Sexabsicht" nicht gerade meine älteste Unterhose anziehen würde. Aber sonst bin ich auch in dieser Phase so, wie ich bin.Solage hat geschrieben:Da zeigt sich jeder von seiner besten Seite.
-
- [nicht mehr wegzudenken]
- , 52
- Beiträge: 2400
Nah, das glaube ich nicht wirklich. Es wird beim ersten kennen lernen durchaus geschönt, ähnlich wie beim Bewerbungsgespräch. Der andere soll sich doch für einen interessieren, also muss man sich interessant machen. Nur sollte man eben auch glaubwürdig bleiben, sonst geht der Schuß nach hinten los.mio hat geschrieben:Halte ich für eine fragwürdige Herangehensweise so es zu sehr "unecht" wird. Ich zeige mich im Grunde auch da so, wie ich bin. Außer dass ich zum ersten Date mit "Sexabsicht" nicht gerade meine älteste Unterhose anziehen würde. Aber sonst bin ich auch in dieser Phase so, wie ich bin.Solage hat geschrieben:Da zeigt sich jeder von seiner besten Seite.
Liebe Grüße
Lockenkopf
Lockenkopf
Ich sehe das ernsthaft anders. Ich finde aber auch nicht, dass ich als "ich" uninteressant bin. Im Gegenteil: Wenn ich mich erst "interessant" machen muss, dann stimmt doch was nicht.Lockenkopf hat geschrieben:Der andere soll sich doch für einen interessieren, also muss man sich interessant machen.
- Werbung
-
- Vergleichbare Themen
- Antworten
- Zugriffe
- Letzter Beitrag