Elektronische Patientenakte

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diesoderdas
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Beitrag Mo., 18.11.2024, 19:44

Heute Abend in rbb Berlin SUPER.MARKT: "Elektronische Patientenakte - Ablehnen schwer gemacht"

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Hiob
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Beitrag Di., 19.11.2024, 10:03

Ich lese mal in etwa vor, was mir die Krankenkasse auf die Ablehnung antwortet:

Für Sie wurde keine Akte angelegt, blabla... diese Anwendungfälle können Sie daher nicht nutzen:

Übertragung der Abrechnungsdaten an die Kasse sowieso
Teilnahme am digital gestützten Medikationsprozess dgMP
Blabla
Nutzung von Forschungsdaten


Ich bin also der Nutzer der E-Patientenakte? Und habe offenbar künftig für mich einen KI-gestützten Medikationsprozess im Auge? Vielleicht auch ganz ohne Arzt, nur am Telefon? Womöglich hatte ich vor, meine Daten an Pharmafirmen weiterzuleiten und für mich zurechtgeschneiderte Medikamente herstellen zu lassen? Womöglich auch das Direktmarketing genau auf mich anzupassen? Nach dem Motto "Herr Hiob, bei ihrem Alter und ihrer Vorgeschichte würden wir Ihnen 3 Darmspiegelungen zum Preis von zweien und ein hochwirksames Medikament gegen vorzeitigen Fehlschluss empfehlen."

...fehlt noch ein Tritt vor mein Schienbein...."Nagut, dann für Sie weiter Karteikarten und Zwiebelwickel."

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Tobe
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Beitrag Di., 19.11.2024, 10:12

Hiob hat geschrieben: Di., 19.11.2024, 10:03 Ich lese mal in etwa vor, was mir die Krankenkasse auf die Ablehnung antwortet:

Für Sie wurde keine Akte angelegt, blabla... diese Anwendungfälle können Sie daher nicht nutzen:

Übertragung der Abrechnungsdaten an die Kasse sowieso
Teilnahme am digital gestützten Medikationsprozess dgMP
Blabla
Nutzung von Forschungsdaten
Hiob hat geschrieben: Di., 19.11.2024, 10:03 Ich bin also der Nutzer der E-Patientenakte?
Nein ;)

L.G. Tobe
Haltet die Welt an, ich will aussteigen.
Wenn du den Tag wie die Nacht empfindest,
Einsamkeit mit Schicksal verbindest,
Traurigkeit dein Leben hüllt,
weisst du, wie sich meiner einer fühlt.

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SuMo888
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Beitrag Fr., 22.11.2024, 00:08

Huhu,
ich finde es echt super, dass es noch Menschen gibt, die sich Gedanken um sowas machen. Viele glauben einfach, dass die Infos von den KK was für Vorteile es haben soll einfach ohne es zu hinterfragen. Stück für stück wird man zum gläsernen Menschen gibt dadurch immer mehr Freiheiten ab. Ich weiß nicht inwiefern hier die Agenda 30 bekannt ist oder das WEF und deren Ziele. Die CoronaJahre haben gezeigt wie schnell Grundrechte ausgehebelt werden und die wollen es immer weiter versuchen die Bevölkerung einzuschränken. Mit "die" meine ich auch die Ampelregierung. Man kann es Verschwörungstheorie nennen oder Schwurbelei, aber fakt ist, dass man alles beim WEF nachlesen kann. "Nichts zu besitzen und glücklich sein" so nennen die es🤮

Solange man (noch) entscheiden kann was mir seinen eigenen Daten passiert sollte man immer vorsichtig sein.

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~~~
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Beitrag So., 24.11.2024, 17:10

SuMo888 hat geschrieben: Fr., 22.11.2024, 00:08 Die CoronaJahre haben gezeigt wie schnell Grundrechte ausgehebelt werden und die wollen es immer weiter versuchen die Bevölkerung einzuschränken. Mit "die" meine ich auch die Ampelregierung. Man kann es Verschwörungstheorie nennen oder Schwurbelei, aber fakt ist, dass man alles beim WEF nachlesen kann. "Nichts zu besitzen und glücklich sein" so nennen die es🤮

Solange man (noch) entscheiden kann was mir seinen eigenen Daten passiert sollte man immer vorsichtig sein.
Ich stelle mir eher vor, was alles passieren kann, wenn die AfD an die Macht kommt - was wohl leider passieren wird. Sie haben ja auch auf ihrer Agenda bestimmt Personen (ausländische Straftäter etc. pp.) schneller aus Deutschland auszuweisen. Und dabei wird ihnen im Weg stehen, dass Daten in Deutschland so extrem gut geschützt sind. Ich denke, es ist gar nicht so weit hergeholt, dass sie die Datenschutzgesetze verändern, lockern werden. Und das wird uns alle treffen. Ich denke, das Volk wird sogar noch jubeln darüber, weil sie erst die weitreichenden Konsequenzen gar nicht checken, Dadurch wird da eine Tür für verschiedene Interessengruppen geöffnet, die dann die dann die Daten mussbrauchen können.
Deshalb will ich es ihnen dann nicht zu einfach machen und meine Daten mit einem Klick zugänglich machen. Wer weiß wozu das in 10 Jahren mal nützlich sein wird.

Ich kann bei der radiakeln Veränderung der pokitischen Lage, die in den nächsten 10-20 Jahren anstehen wird, zumindest überhaupt nicht abachätzen, welche Gesetz etc., die für uns heute selbstverständlich sind, geändert werde. Ich glaube, es wird sich viele verändern.
"You cannot find peace by avoiding life."
Virginia Woolf


Jenny Doe
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Beitrag Mo., 25.11.2024, 06:55

Eine Umfrage der Fernuni Hagen:

Untersuchung der Einflussfaktoren auf die Nutzerakzeptanz der elektronischen Patientenakte (ePA) in Deutschland
https://umfrage.fernuni-hagen.de/v3/974258?lang=de
Lerne aus der Vergangenheit, aber mache sie nicht zu deinem Leben. Wut festhalten ist wie Gift trinken und darauf warten, dass der Andere stirbt. Das Gegenstück zum äußeren Lärm ist der innere Lärm des Denkens.

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saffiatou
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Beitrag Mo., 25.11.2024, 12:59

~~~ hat geschrieben: So., 24.11.2024, 17:10 ch kann bei der radiakeln Veränderung der pokitischen Lage, die in den nächsten 10-20 Jahren anstehen wird, zumindest überhaupt nicht abachätzen, welche Gesetz etc., die für uns heute selbstverständlich sind, geändert werde. Ich glaube, es wird sich viele verändern.
genau das ist unter anderem einer der Gründe bei mir für eine Weigerung der eAkte, neben der Datenschutzprobleme, die es sicher gibt.
never know better than the natives. Kofi Annan

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SuMo888
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Beitrag Mo., 25.11.2024, 22:49

Selbst wenn die einem erzählen es sei noch so sicher...was Hacker schon alles "geknackt" haben. Da muss nur mal wieder die WHO umme Ecke kommen und schon haben se alle Daten. Irgenwelche Gründe fällt unseren lieben Politikern immer ein um an Daten zu kommen. Alleine schon, daß der Beitragsservice einen als erstes anschreibt wenn man umgezogen ist. DSGVO greift da nicht. Armes Deutschland

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Hiob
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Beitrag Di., 26.11.2024, 10:34

Ich hab heut Nacht ein bisschen nachgedacht, warum dieses Thema uns so stark bewegt, während wir zu vergleichbaren Themen nichts mehr sagen. Bei diesem Thema funktioniert unsere bewährte Methode nicht. Wenn wir sonst mitmachen und entsprechen, bleiben wir "im Spiel" und werden nicht abgestempelt, ausgegrenzt und angefeindet. Wenn wir hier jedoch einfach geduckt bleiben, wird das Private automatisch ein bisschen mehr öffentlich und allein dadurch erscheint es wahrscheinlicher, dass wir auffallen und Nachteile erleiden. Warum? Vermutlich weil wir uns selber ja doch nicht für so unauffällig, gleich und angepasst halten. Mit der Veröffentlichung "unserer kuriosen Diagnosen" entfällt für einen Augenblick die Methode "Mundschutz hoch und ich hab meine Ruhe". Die KI´s und damit deren uns unbekannte Nutzer "sehen dahinter deine schlechten Zähne". Und deine schlechten Gedanken.

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SuMo888
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Beitrag Mo., 02.12.2024, 14:45

Was meinen Sie mit "zu vergleichbaren Themen nichts mehr sagen"?

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Sinarellas
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Beitrag Mo., 02.12.2024, 14:49

hui schwirrt hier gefährliches Halbwissen umher :D Achtung, nicht, dass man von sowas getroffen wird *ausweich*
..:..

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Hiob
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Beitrag Mo., 02.12.2024, 17:20

@ SuMo

All das, wo die Leute Angst haben, sich in die Nesseln zu setzen, überall dort ziehen sie sich zurück. Die Menschen bekommen in totalitären Zeiten ein Gespür dafür, was sie sagen dürfen und was nicht. Sie beschränken sich selbst, vermeiden das Unanganehme und verzichten auf das vergleichsweise geringe Positive. Die Patientenakte hingegen, lässt Sindarellas Diagnosen und all das andere, was in den Aufzeichnungen und Gutachten steht, automatisch öffentlich werden, es wird für dubiose Firmen verwertbar. Deshalb betrifft es einen hier tatsächlich, das Tarnnetz ist weg und die negativen Folgen stehen erkennbar im Raum. Die persönlichen Daten lassen sich nicht mehr löschen und verlieren hier den Charakter des persönlichen, auch und gerade deshalb fällt das "sich hinter der Masse zu verstecken" hier weg. Es reicht nicht, den linken Ärmel hochzukrempeln und hinter der NasenMundabdeckung zu verstummen. Man muss den Hintern hoch bekommen. Wollen wir hoffen, dass das nicht Schule macht. Als Psychologe müsste man es eigentlich schätzen, wenn der Patient aktiv wird und seine Wirkung spürt. Aber nicht ohne Grund sind auch die Psychologen... verstummt.

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SuMo888
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Beitrag Mo., 02.12.2024, 22:56

Ja "totalitäre Zeiten" trifft es perfekt. Ich als böse Ungeimpfte hab die letzten Jahre einiges durchgemacht. Wenn man erst anfängt sich tiefgründiger Gedanken zu machen und tiefer in politischen Themen einzutauchen v.a. das Weltgeschehen näher zu betrachten, zumindest mein Gedanke, kommt schnell der Wunsch eine einsame Insel für sich und seine liebsten Menschen haben zu können. Leider geht das nicht und man muss das beste draus machen. Solange man noch eine Entscheidung fürs eigene Leben treffen kann wie z.B. eigene Daten zu schützen, sollte man das tun. Klar ist es für die Psyche sicherlich besser sich nicht damit zu beschäftigen weil man schnell Ängste entwickeln kann. Aber so wird man wenigstens nicht eines Tages böse überrascht. Nun ich denke Psychologen sind auch nur Menschen. Kann mir gut vorstellen, dass die sich eher auf schöne Dinge konzentrieren wenn man tagsüber immer mit Problemen der Patienten konfrontiert ist.🤷‍♀️

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Hiob
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Beitrag Mi., 04.12.2024, 10:53

Ich glaube, die Geschwindigkeit, in der sich die Dinge gerade entwickeln und ohne den Versuch einer Maskerade - den Leuten offen ins Gesicht geschleudert werden - ist so hoch, dass man kaum noch hinterherkommt, es zu verdauen. Deshalb halte ich es schon hin und wieder für notwendig, den Nachrichtenkonsum oder auch das Lesen von Artikeln, Büchern und das Erforschen von Zusammenhängen hin und wieder selber zu begrenzen und ruhen zu lassen. Bei der PA ist das vergleichsweise einfach. Man füllt das Widerspruchsformular aus, wartet 4 Wochen und heftet dann das Bestätigungsschreiben ab. Ob diese Daten danach wirklich schurkensicher sind, gerade vor dem Hintergrund von Covid29 oder Covid1933 und einer eventuellen neuerlichen Impfpflicht oder Propellermützenpflicht, das steht natürlich auf nem anderen Blatt. Aber mehr braucht man hier m.E. nicht herumgrübeln.

Es gibt immer wieder so Kleinigkeiten, die man machen kann, um sich nicht völlig hilflos zu fühlen. Männer unter 65 könnten beispielsweise den Kriegsdienst formal verweigern, auch wenn sie damals bei der Armee waren. Auch das schützt einen nicht unbedingt oder es hilft auch nicht viel, die Zeitung abzubestellen, zur Wahl zu gehen oder dies oder jenes nicht mehr zu kaufen oder besonders viel davon zu horten..., es sind einfach kleine Übungen, seine Selbstwirksamkeit wiederzuerlangen und seinen eigenen Einschätzungen und Entscheidungen wieder zu vertrauen und sich in Anbetracht der Lage nicht völlig hilflos zu fühlen. Deses "Erlernen des Schweigens", was ich beschrieb, finde ich bedenklich. Gerade weil dieses Thema hier im Forum keine Rolle spielt, hab ich mich gefreut, dass immerhin die Patientenakte interessiert. Auch das Aushalten von Anfeindungen oder das Ausgraben alter gestalterischer Lebensbereiche und Leidenschaften...es gäbe massenweise Themen, die man besprechen könnte, wo man experimentieren und üben könnte. Wenn da nicht immer gleich das Bannlämpchen im Kopf angehen würde....

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Beitrag Mo., 30.12.2024, 22:05

~~~ hat geschrieben: So., 24.11.2024, 17:10 Ich kann bei der radiakeln Veränderung der pokitischen Lage, die in den nächsten 10-20 Jahren anstehen wird, zumindest überhaupt nicht abachätzen, welche Gesetz etc., die für uns heute selbstverständlich sind, geändert werde. Ich glaube, es wird sich viele verändern.
Und es geht schon los. Poltiker CDU macht schon mal einen ersten Vorschlag diesbezüglich.
<< „Für diese Typen haben wir keine Raster“, sagte Linnemann dem Deutschlandfunk. Und weiter: „Da braucht es einfach einen Austausch der Behörden untereinander, der Sicherheitsbehörden auch mit der Psychiatrie und Psychotherapeuten.“ Es reiche „nicht aus, Register für Islamisten und Rechtsextremisten anzulegen“, sondern das müsse eben „in Zukunft auch für psychisch Kranke gelten.“ >>

Einfach mal psychisch Kranke unter Generalverdacht stellen. Auf einer Stufe mit Islamisten, Rechtsextremisten u. ä.
Man braucht da gar nicht mal sooo viel Fantasie wohin das zukünftig führen könnte.
Praktisch, wenn man dann gleich die Daten aus der Patientenakte verwenden könnte für das Register.
Würde bedeuten, wenn sowas umgesetzt werden würde, dass ich schon mal unter Generalverdacht stehe, weil ixh mehfach in der Psychiatrie qar und meine Daten dann nicht mehr als schützenswert angesehen werden.
In so einer Gesellschaft will man doch leben :roll:
~~~ hat geschrieben: So., 24.11.2024, 17:10 . Und das wird uns alle treffen. Ich denke, das Volk wird sogar noch jubeln darüber, weil sie erst die weitreichenden Konsequenzen gar nicht checken,
Ich höre sie schon jubeln.
"You cannot find peace by avoiding life."
Virginia Woolf

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