Elfi bot sich durch ihre Authentizität perfekt für Übertragungen an.
Sie war für mich damals Mitte-bis Ende der 80er so etwas wie eine "gute, aber strenge Mutter" und hat sehr viel für mich getan.
Leider blieb von der "guten Mutter" ohne den Kontakt zu ihr, emotional wenig übrig und das "strafende" ist geblieben, weil ich auch so aufgewachsen bin.
Wenn ich auch vieles kritisch sehe mit dem großen Abstand, so war meine Zeit in der Cathexis-Gruppe lebensverändernd und ich bin immer noch dankbar dafür.
Ich habe angemessenes Sozialverhalten gelernt und weiß, was "Bindung" bedeutet und dass Nähe etwas positives sein kann ( das hab ich übrigens das erste Mal mit dir, Thomas, gespürt, durch einen von dir angebotenen Handkontakt nach einer Gruppenarbeit)
Leider hab ich eine sehr schlechte Erfahrung gemacht, als ich nach 25 Jahren im Rahmen einer erzwungenen ReHa-Maßnahme in diese Klinik musste.
Mich an die guten Zeiten zu erinnern tut immer noch weh.
Das ist gut so, weil ich weiter an meinem Ziel arbeite, mit Menschen Nähe erleben zu können und Grenzen wahrzunehmen und gut mit ihnen umzugehen.
Ich hab noch Kassetten (ja, so lange ist es her

) mit Aufnahmen von Gruppengesprächen und ein kleines Buch mit Abschiedsworten.
Zum Treffen:
war zu eurer Zeit das "Abschiedsbüchlein" keine Tradition mehr?
Wenn doch, dann habt ihr vielleicht darin Adressen von anderen Ehemaligen?
Auch gab es im Netz eine online-Cathexis-Gruppe, evtl. existiert diese noch?
„So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.“
A. Schopenhauer