@ Cars: puh das mit der Lebensfreude ist schwierig. Als ich Nachwuchs bekam war ich sehr glücklich, es war wie in einer Blase. Gleichzeitig bekam ich aber auch die ESS. Schwierig zu sagen. Ich bin nicht sicher ob ich gerade eine Depression habe. Ich funktioniere für alle rundherum und lege gerade ein paar Prüfungen ab. Ich bin sehr eingedeckt aber ich mache kaum lustige Sachen- ziehe mich am liebsten zurück und bin alleine. Weil ich eben in Aktivitäten die Spaß machen wenig Sinn sehe.
Skifahren lernen? Für was... Brot backen? Wozu... Schule gehen um später zu studieren und einen Beruf auszuüben...? Für was...Wir sterben ja sowieso alle irgendwann und alle Menschen gehen einen Kreislauf durch. Das klingt vielleicht erschreckend..vielleicht ist es auch nur ein Prozess. Was ist der Sinn des Lebens?

Ich arbeite gerade beruflich auf ein großes Ziel hin und hoffe dass es klappt. Ich weis nicht ich glaube das würde mich unglaublich glücklich machen und ich sehe darin sehr viel Sinn trotzdem ist alles von so einem Schleier bedeckt.
Freundeskreis ist trotz allem sehr stabil bei mir. Kann mich wirklich darauf verlassen dass jemand da ist wenn akut was ist und auch umgekehrt. Partnerschaft ist so lala. Aber im Moment kann ich daran nicht viel ändern ich glaube das ist sehr klassisch bei uns.
@lisbeth ja das mit der Angst und der ESS wurde mir auch so mitgeteilt von therapeutischer Seite. Aber angeblich ändere ich zu wenig und mache alles wie bisher und mein Rucksack wird immer schwerer und schwerer. Ich sehe das nicht so. Es fühlt sich an wie ein harter Kampf aus der ESS raus und auch mich in unsicheren situation zurück auf den Boden der Tatsachen zu holen. Im Moment geht es schon ich merke nur dass ich wenn ich keine psychische Krise habe, alles am halbwegs ruhig ist- ich es mir "mir geht es gut" verwechsel. Ich bin in der Therapie erst jetzt drauf gekommen dass ich mich eigentlich gar nicht gut spüren kann. Das erschreckt mich, es hat sehr lange gedauert und das löst starke Zweifel an nein Vertrauen zu mir selbst aus.