
mein Anliegen kann ja schon stellenweise aus dem Titel entnommen werden.
Ich habe gerade das Gefühl, dass das für mich wirklich ein Fass ohne Boden ist. Man sucht nach Hilfe und bekommt dann doch Steine in den Weg gelegt und ich bin gerade wütend, traurig und ratlos zugleich.
Zur Ausgangssituation in Kurzform - ein Jahr VT, mittlerweile selbst bereit dazu eine psychosomatische Reha machen zu wollen, was für mich ein langer und steiniger Weg war diese Selbsterkenntnis zu bekommen. Mein Therapeut, welcher dies schon relativ zeitig vorgeschlagen hatte fertigte auf meinen Wunsch hin einen aktuellen Befund an, mit dem ich zu meinem HA ging, da er ja für solche Anträge die erste Anlaufstelle ist. Er ist ja Derjenige, der den Arztbefund für den Antrag ausstellen muss. Mit dem Befund des Therapeuten dachte ich, das sei eine runde Sache und dem Antrag stehe nichts im Wege, Fehlanzeige. Mein Arzt fühlt sich dafür nicht verantwortlich. Für alle, die es noch nicht wissen: ich habe nicht die beste Meinung über meinen HA und war auch schon in der Vergangenheit mehr als unzufrieden mit seiner nicht vorhandenen Kompetenz und ja, ich bin gerade dran den HA zu wechseln, aber momentan hat jede Praxis hier in der Umgebung Annahme Stopp, Danke Corona.

Jedenfalls überwies er mich an einen Psychiater mit der Bitte um eine Zweitmeinung und ggf. Reha Maßnahme. Ich hatte seit Beginn seiner Idee kein gutes Bauchgefühl, denn ich strebe keine Zweittherapie an, Medikamente schon gar nicht und möchte einfach nur einen kompletten Reha Antrag stellen, mehr nicht. Nun ist es nichts Neues, dass es auch bei Psychiatern Wartezeiten gibt, demnach habe ich Mitte März (Und das war wohl noch relativ schnell) einen Termin, aber wie schon erwähnt, ich habe absolut kein gutes Gefühl dabei. Und ich verstehe es auch nicht - der Befund meines Therapeuten, der seit einem Jahr mit mir arbeitet war so aussagekräftig, wieso wird das angezweifelt? Und ja, mein HA zweifelte es an.
Ich habe nun heute parallel bei einem Arzt für Psychosomatik angerufen und ihm kurz meine Situation geschildert und mein Bauchgefühl war dieses Mal komplett positiv. Er hat am Telefon erkannt, dass es mir nicht um Medikation geht oder ich anstrebe eine weitere Therapie nebenbei zu beginnen, sondern lediglich um diesen Antrag, wo ein Teil eben von einem Arzt ausgefüllt werden MUSS. Er meinte auch, dass er denkt zwei Stunden würden dafür ausreichen und aufgrund von nicht vorhandener Kapazität ohnehin keinerlei weitere Behandlungsmöglichkeit besteht. Ich habe mich das erste Mal gehört und verstanden gefühlt; jedoch ist der Termin zwei Tage vor dem Termin beim Psychiater. Den habe ich bis jetzt auch mal noch nicht abgesagt. Der Facharzt für Psychosomatik meinte, für ihn wäre das Stellen dieser Anträge ein normaler Prozess, also kann ich darauf vertrauen, dass das alles seine Richtigkeit hat? Oder muss dieser Antrag von einem HA oder Psychiater gestellt werden?
Ein weiteres Problem für mich besteht darin, dass meine aktuelle AU über meinen HA läuft und der auch meinte, dass dann der Psychiater alles Weitere übernimmt, also auch die Verlängerung der AU. Ich weiß gerade nicht, was ich machen soll. Den Termin beim Psychiater dennoch wahrnehmen, auch wenn der Psychosomatik Facharzt den Antrag stellt? Oder weiterhin über diesen HA?
Ich bin ratlos, wirklich & hoffe, dass mein Anliegen einigermaßen verständlich ist.