negative Gefühle anderer, die ich übernehme
negative Gefühle anderer, die ich übernehme
Ich habe gelegentlich Herzschmerzen und weiß nicht warum sie hier sind oder woher sie kommen. Meistens geht es damit los, dass ich irgendeine Situation nicht ganz verarbeite, sei es ein Gespräch, dass mir nicht mehr aus dem Kopf geht oder eine andere emotional belastende Situation. Ich bin seit 15 Jahren psychiatrieerfahren und lebe mit einer schizophrenen Grunderkrankung als Diagnose, hatte aber niemals positiv-Symptome wie Stimmen hören oder Halluzinationen. Nun ist es bei mir in den letzten Jahren aber immer so, dass durch Stressfaktoren ausgelöste Psychosen meinerseits mit dem Gefühl einhergehen, dass sich ein unangenehmes Gefühl sich "in meinem Herzen" eingenistet hat und ich es so gut wie gar nicht loswerde. Das sind Gefühle, dass das Herz "anschwillt", dass es sich "aufbläht" oder "gar nicht zu Ruhe" kommt. Ich habe das Herz auch schon mal abklären lassen und es gibt keine Auffälligkeiten. Mir ist einmal gesagt worden, dass es damit zusammenhängen kann, dass ich Gefühle anderer Menschen übernehme ohne, dass es sich dabei um meine eigenen handeln. Eine Art negative emotionale Übertragung, die ich vl. in meiner Kindheit übernommen habe und mir jetzt von Zeit zu Zeit Probleme beschert. Hat jemand mit ähnlichem Erfahrung gemacht? Hat euch was geholfen?
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Hallo koax, und willkommen hier im Forum.
Hast du schon mal eine Psychotherapie gemacht? Das könnte dir dabei helfen, dass du lernst, dich innerlich mehr abzugrenzen. Über einen Lernprozess mehr Klarheit darüber zu erlangen, was "deins" ist und was den anderen gehört.
Alles Gute!
Das kann schon sein, dass du sozusagen emotional "mitschwingst" mit den anderen. Das machen wir eigentlich alle, so entsteht ja zwischenmenschlicher Kontakt. Das Ganze wird allerdings schwierig, wenn die Gefühle der anderen bei dir "zuviel" Resonanz erzeugen. Oder wenn du bei dir im Inneren nicht mehr klar unterscheiden kannst: Das sind meine Gefühle und das sind die Gefühle der anderen und sich das dann immer mehr vermischt. Kenne ich auch.koax hat geschrieben: ↑Sa., 12.01.2019, 19:48 Mir ist einmal gesagt worden, dass es damit zusammenhängen kann, dass ich Gefühle anderer Menschen übernehme ohne, dass es sich dabei um meine eigenen handeln. Eine Art negative emotionale Übertragung, die ich vl. in meiner Kindheit übernommen habe und mir jetzt von Zeit zu Zeit Probleme beschert. Hat jemand mit ähnlichem Erfahrung gemacht? Hat euch was geholfen?
Hast du schon mal eine Psychotherapie gemacht? Das könnte dir dabei helfen, dass du lernst, dich innerlich mehr abzugrenzen. Über einen Lernprozess mehr Klarheit darüber zu erlangen, was "deins" ist und was den anderen gehört.
Alles Gute!
When hope is not pinned wriggling onto a shiny image or expectation, it sometimes floats forth and opens.
― Anne Lamott
― Anne Lamott
hallo, danke für die rückmeldung. ich habe jetzt wieder mit einer psychotherpaie angefangen. in letzter zeit erwischt es mich recht häufig, dass negative gefühle von anderen, die nichts mit mir (als auslösende Person) zu tun haben, von mir regelrecht aufgesogen werden und mich diese "übertragung" dann noch tage danach beschäftigt. ich bekomme dann in der herzgegend ein gefühl, dass sehr unangenehm ist, es wirkt so als würde das herz verkrampfen und ich brauch dann einfach ein paar tage, dass diese mMn psychosomatischen Beschwerden wieder abklingen. ich lebe schon sehr zurückgezogen um solche auslöser zu minimieren, aber dennoch schrenken mich diese epsioden stark ein. ich reagiere dann mit rückzug und versuche (auch medikamentös) diese zeit zu überstehen. die therapie hat gerade begonnen. es wäre schön wenn ich lernen könnte mit negativen oder ambivalenten gefühlen von anderen einen umgang zu finden, ohne dass es mich selbst "hineinzieht".
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- [nicht mehr wegzudenken]
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Hallo koax,
übernimmst du denn auch die positiven Gefühle anderer in ähnlicher Weise?
Hast du da schon mal dich mit beschäftigt, was die dann in dir "hinterlassen" und ob das evtl. einerseits ein "Anker" für deine Aufmerksamkeit, deinen Fokus sein könnte, und andererseits vielleicht ein bissl "ausgleichen" könnte, was die negativen Sachen in dir hinterlassen?
übernimmst du denn auch die positiven Gefühle anderer in ähnlicher Weise?
Hast du da schon mal dich mit beschäftigt, was die dann in dir "hinterlassen" und ob das evtl. einerseits ein "Anker" für deine Aufmerksamkeit, deinen Fokus sein könnte, und andererseits vielleicht ein bissl "ausgleichen" könnte, was die negativen Sachen in dir hinterlassen?
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naja wenn sich jemand freut, dann freu ich mich mit ihm/ihr natürlich auch. auch empathische reaktionen sind da für mich mitgemeint. aber das das eine art anker ist, den ich immer auswerfe und dann etwas haften bleibt kommt mir nicht so vor. ich komm auch nicht in rage, mehr ist es eine art "marker" der sich in mich hineinbrennt und es lauft eine art muster mit negativen gefühlen umzugehen, die nicht die meinen sind.Waldschratin hat geschrieben: ↑Di., 14.07.2020, 11:36 Hallo koax,
übernimmst du denn auch die positiven Gefühle anderer in ähnlicher Weise?
Hast du da schon mal dich mit beschäftigt, was die dann in dir "hinterlassen" und ob das evtl. einerseits ein "Anker" für deine Aufmerksamkeit, deinen Fokus sein könnte, und andererseits vielleicht ein bissl "ausgleichen" könnte, was die negativen Sachen in dir hinterlassen?
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