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aba139
sporadischer Gast


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Norddeutschland W, 40
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Fri, 04.May.07, 11:27 Re: Ausfallregelung bei Analytikern / Analytikerinnen |
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Wo kriegen, und woher den Mut kriegen auszuprobieren und mir die Freiheit zu nehmen zu gehen, wenn ich merke, es passt nicht, bis ich dort bin, wo ich mich gut fühle...
Ich habe immer sehr lange ausgehalten in meinem Leben - davor habe ich glaube ich auch Angst, zu lange auszuhalten und mich dadurch nicht weiter entwickeln zu können. Aber die Angst hilft auch nicht.
Ohne Versuch und Gehen komme ich auch nicht weiter...
Auf jeden Fall war ich eben an einem wichtigen Schmerz in meinem Leben - und das allein tut mir schon gut. Ich fühle, wie weh das tut, noch mal zu fühlen, dass ich mein Leben so vergeudet habe - wesentliche Jahre meines Lebens für DIE Sache...
Puhhh, jetzt war ich aber sehr offen...
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anna7379
Helferlein


77
Baden-Württemberg W, 28
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Fri, 04.May.07, 11:44 Re: Ausfallregelung bei Analytikern / Analytikerinnen |
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Ich glaube, da muss ich doch nochmal kurz was klar stellen: es ist nicht so, dass ich ausschließlich in den Urlaubszeiten meiner Therapeutin selbst Urlaub mache, das wäre auch aufgrund der äußeren Umstände überhaupt nicht machbar.
Was ich schrieb - und auch meinte - war, dass ich es VERSUCHE. Ich bekomme am Anfang des Jahres einen Plan meiner Therapeutin für die nächsten 13 Monate, wie SIE ihren Urlaub plant. Danach kann ich mich richten, oder es auch sein lassen, aber ich erachte es als sinnvoll, wenigstens zu versuchen, so wenig wie möglich Stunden ausfallen zu lassen, um eine "vernünftige Therapie" am Leben zu erhalten. Ständige Pausen tun meiner Meinung nach (m)einem Therapieprozess nicht gut, daher kann ich nicht sehen, was schlimm daran ist, dass ich genau das zu vermeiden versuche.
Meine Therapeutin versucht weder mich zu zwingen noch zu überreden, Abstand von meinem Urlaub zu nehmen, und ich nehme ihn nach wie vor dann, wenn es meine Arbeit, meine Beziehung, meine Freunde, mein Wohlbefinden, etc. erlauben. Dennoch versuche ich im Vorfeld zu schauen, dass es zeitlich auch mit den Urlaubsplänen meiner Therapeutin passt - so schlimm? Das schränkt mein Leben in keinster Weise ein und verschafft mir selbst nur Vorteile (-> keine unnötigen Therapiepausen). Das hat meiner Meinung nach wenig mit Fremdbestimmung zu tun.
Den Sinn der vermeintlich strengen Regelung kann ein Analytiker selbst sicherlich besser erklären als ich, ich kann nur für MICH sprechen und sagen, dass es mir sehr viel Sicherheit gibt und ich auch lerne, mich mit meinen eigenen Widerständen gegen die Regeln selbst auseinander zu setzen. WARUM stören mich die Regeln? warum empfinde ich sie als streng? Etc. Hoffe, das ist wenigstens ein ErklärungsANSATZ.
Wie genau es funktioniert, dass mich die Beziehung zu meiner Therapeutin gesunden lässt, kann ich dir leider nicht sagen liebe aba. Letztendlich bin ich einfach froh, DASS es so ist und ich würde jederzeit wieder diesen (steinigen) Weg gehen. Anhand der Beziehung zu meiner Th. habe ich gelernt, wie es überhaupt funktioniert, stabile Beziehungen zu haben, wie man sich auf jemanden einlässt, wie man Nähe, aber auch Entfernung, aushält, wie es ist, aufgehoben zu sein, etwas zu bekommen, etwas zu geben, zu vertrauen, etc. Eine endlos lange Liste. Diese Erfahrungen konnte ich irgendwann auch im "normalen Leben" umsetzen und bin so gesünder (- nennen wir es mal so-) geworden.
Acht Jahre ist natürlich eine lange Zeit und hätte man mir das damals mit knapp 20 gesagt, wäre ich wohl auch schnell wieder weg gelaufen. Bei jedem verläuft eine Therapie anders und ich bin sicherlich kein Maßstab, was die Dauer einer Therapie angeht. Ich nehme mir auch nicht das Recht heraus, zu sagen, was die RICHTIGE Dauer einer Therapie ist, das mag einfach bei jedem anders sein.
Natürlich musste ich die Therapie IMMER bezahlen, ansonsten würde sicherlich etwas total schief laufen! Anfangs zahlte die KK die Therapie, mittlerweile ich selbst. Ich habe damals sehr mit mir gerungen, ob ich die Therapie tatsächlich weiterführen und selbst finanzieren soll, aber ich weiß mittlerweile, dass es die richtige Entscheidung war. Eine BEWUSSTE Entscheidung, die mich auf jeden Fall meiner Therapeutin auch noch mal näher brachte.
Als ich mich vor 8 Jahren für meine Therapeutin entschied, war mir am Wichtigsten, dass es menschlich zwischen uns passt, über die Regeln habe ich damals - aufgrund meines desolaten Zustands - relativ wenig nachgedacht. Das soll natürlich nicht heißen, dass man es nicht sollte, im Gegenteil: ich finde es mutig und verantwortungsvoll von dir, all diese Fragen zu stellen!
Liebe Grüße,
anna
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_________________ Pain is a warning that something's wrong |
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carö
Forums-InsiderIn


456
Deutschland W, 38
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Fri, 04.May.07, 12:04 Re: Ausfallregelung bei Analytikern / Analytikerinnen |
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liebe aba,
deine schilderungen haben mich berührt. du hast da sicherlich einen wichtigen gedanken entdeckt.
ich fände es ganz wichtig, das auch mit dem möglichen zukünftigen therapeuten zu besprechen. vielleicht hilft es dir, dich auf eine verbindliche und intensive beziehung zu ihm einzulassen.. oder zumindest es zu versuchen.
diese 4 wochen ausfallregel ist eine wirklich lange zeit, finde das auch recht ungewöhnlich. wichtig fände ich es auch nochmal mit ihm genau zu klären, wie es im krankheitsfalle aussieht z.b. oder wenn sich jobmässig etwas so ändern sollte, dass du die termine auf längere sicht nicht wahrnehmen könntest. ich kann mir kaum vorstellen, dass man da nicht zu einer gemeinsamen lösung finden kann. letztlich würde ich mich davon nicht abbringen lassen, wenn du sonst ein gutes gefühl hat. es geht schon darum, eine verbindliche beziehung einzugehen... bzw. es zu lernen... es zu versuchen... und es gehört auch eine portion mut und risikobereitschaft dazu, sich auf einen noch fremden und unbekannten prozess einzulassen.
ich verstehe deine bedenken völlig. ich habe mich auch immer wieder am rahmen gerieben. aber letztlich hat mir der stabile rahmen der therapie soviel halt und sicherheit gegeben, dass ich mich wirklich irgendwann auf die innere reise einlassen konnte. innerhalb dieses rahmens gibt es so viel freiheit, die ich mir zunächst gar nicht herausnehmen konnte. ich habe die therapie auch immer mehr als innere heimat erleben können und das ist ein für mich wichtiges schönes haltgebenes gefühl - für mich, die sich größtenteil heimat- und haltlos fühlte. die therapie ist für mich sowas wie ein übergangswohnheim, eine wohnung auf zeit, wo ich lernen und erleben kann, das heimatgefühl, das sich langsam entwickelt hat, immer in mir wiederzufinden.
übrigens@sternenmeer:
ich sehe gar nicht, das "die analyse an sich" da soviel strenger in den rahmenbedingungen ist. ich habe eine 24 stunden ausfallregel und das ist völlig o.k. 4 wochen dagegen dürfte eher ungewöhnlich sein. die festen termine (und nicht solche, die man von stunde zu stunde abmacht) halte ich für ein ganz wichtiges mittel, wenn man sich auch auf sehr schwierige prozesse einlassen können will/muss.. wie du mal geschrieben hast, ist es nämlich tatsächlich so, dass man nicht wissen kann, wie es einem nächste woche geht, ob man den termin braucht oder nicht... da arbeitet die VT einfach anders.... ich weiss von mir, dass ich nicht gut arbeiten kann, wenn immer wieder aufs neue die terminfrage zu besprechen ist. gerade hier im forum habe ich so oft schon lesen können, dass man sich z.b. nicht traut nach einen zusatztermin zu fragen oder überhaupt einen termin, wenn der thera das mal vergessen sollte anzusprchen. also sowas irritiert den prozess. das ist meine meinung. aber wie gesagt mit einer VT begibst du dich in eine anderen prozess, der nicht unbedingt so sehr in die tiefe geht. da mag das dann auch eigetlich keine rolle spielen.
ja und dann noch die urlaubsabstimmung: halte ich für wichtig im sinne des patienten. und mag sein, dass ich da bei einem weniger "strengen" analytiker geladet bin, aber wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass der urlaub in etwas überlappt, dann ist es eben so. irgendwas zahlen brauchte ich da auch noch nie. im übrigen will ich nicht, dass si viel ausfällt.. und das hat nichts mit fremdbestimmung etc zu tun.. finde anna hat das sehr gut ausgedrückt.
und es ist einfach sinnvoll, nicht so große lücken zu haben. aber: auch an dieser stelle spielt sicherlich ne rolle in welcher therapiephase man sich befindet bzw. welche schwierigkeiten man damit hat.
naja aber das führt jetzt echt zu weit... letztlich muss man seine eigene erfahrungen damit machen. wie fellner schon sagte, eine analyse ist auch eine "therapie". das ist nicht so viel geheimnissvolles dran - wenn man es selbst erlebt
liebe aba, dir wünsche ich alles gut für die weiteren gespräche. und wenn es nicht bei diesem analytiker ist, dann findet sich sicher auch noch jemand anderes, wo es besser für dich passt. die suche nach einem passenden therapeuten gehört ja schon mit zu therapie dazu, wie du gerade sicherlich merkst
LG
caroline
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_________________ Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können. |
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1896
unwesentlich W, 30
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Fri, 04.May.07, 12:45 Re: Ausfallregelung bei Analytikern / Analytikerinnen |
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Liebe Caro ,
danke für deine Ausführungen (zu anderen Beiträgen sag' ich später noch etwas dazu - so wie ich dazu komme )
Ja, dass es Sicherheit gibt, ein genau festgelegtes Stundenkontingent zu erhalten leuchtet mir ein... und insofern verstehe ich das auch ein wenig besser (manche Verständisschwierigkeiten hab' ich allerdings nicht - aber dazu ggf. später)... im folgenden kann ich jedoch nur für meinen Teil sprechen:
Quote: | wie du mal geschrieben hast, ist es nämlich tatsächlich so, dass man nicht wissen kann, wie es einem nächste woche geht, ob man den termin braucht oder nicht... da arbeitet die VT einfach anders.... |
... wobei ich ergänzend hinzufügen möchte, dass ich vom Thera gefragt wurde, ob ich den nächsten Termin in einer oder in zwei Wochen erhalten möchte, sprich: wenn ich den Termin kommende Woche subjektiv für nötig empfunden hätte, so hätte ich auch wöchentlich kommen können. Die Entscheidung lag/liegt also bei mir.
Quote: | ich weiss von mir, dass ich nicht gut arbeiten kann, wenn immer wieder aufs neue die terminfrage zu besprechen ist. |
Auch in einer VT habe ich also nicht den Eindruck, dass ich wöchentlich um einen Termin verhandeln muss... sondern ich kann mich grds. darauf verlassen, einen Termin zu erhalten, wenn ich ihn brauche. Oder neulich - als es mir reichlich mies ging - konnte ich anrufen..., sprich: Auch ich spüre durchaus Sicherheit... gleichzeitig aber auch kurzfristige Flexibilität, da ich die Termin mit meinem Therapeuten gegenseitig abstimmen kann... sprich: Wenn mir zum Bleistift mal montags ungelegen kommt, dann dann habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich dann an einem anderen Tag ein Termin findet - wenn der Therapeut auf Fortbildung ist, dann richte ich mich halt danach. Läuft eigentlich ganz gut... und insofern kommt es mir für meinen Teil sogar sehr entgegen, dass ich keinen festen (bezogen auf den Zeitpunkt) wöchentlichen Termin habe... aber trotzdem weiss, mein Thera ist regelmäßig (wöchentlich) da, wenn ich ihn brauche.
Quote: | gerade hier im forum habe ich so oft schon lesen können, dass man sich z.b. nicht traut nach einen zusatztermin zu fragen oder überhaupt einen termin, wenn der thera das mal vergessen sollte anzusprchen. also sowas irritiert den prozess. das ist meine meinung. |
Sowas ist in meinen Augen Problem des Patienten (meine Meinung ), das man sicherlich in der Therapie auch mal aufgreifen könnte... etwas also, für was in meinen Augen als nicht der Therapeut verantwortlich ist (mal was vergessen, wenn es nicht der Regelfall ist, ist menschlich... und den Bedarf an Zusatzterminen den kann ein Therapeut nicht antizipieren, wenn der Patient nichts sagt).... und ich möchte fast so weit gehen: Daraus kann man auch wertvolle Erfahrungen ziehen in etwa dergestalt: Wie reagiere ich den selbst darauf? Beginne ich mich ungerecht behandelt zu fühlen? Werde ich dann gar patzig? Versuche ich "meine Bedürfnisse" mit unverhältnismäßigen Mitteln durchzusetzen? Beginne ich gar dem Therapeuten schuld zu geben, dass ich mich nicht traute, nachzufragen/ mich nicht für meine Bedürfnisse einsetzen kann? Warum ist das so? usw. ... auch alles Punkte, die man anschließend in der Therapie aufgreifen könnte... und ggf. beginnen lernt, etwas an seinem Verhalten zu ändern, Probleme zulösen...
Danke dir für die Ausführungen ...wie gesagt, das ist auch keine Kritik oder so... versuche nur zu verstehen
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Jenny Doe
Forums-Gruftie


536
BRD W, 39
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Fri, 04.May.07, 13:13 Re: Ausfallregelung bei Analytikern / Analytikerinnen |
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Hallo zusammen,
vielleicht muss einfach jeder selber gucken, was er braucht und auch ausprobieren, was ihm gut tut.
Der eine brauchen einen klar vorgegeben Rahmen, andere brauchen das nicht. Der eine braucht klare Grenzen, der andere braucht das nicht. Der eine braucht eine enge Beziehung zum Therapeuten, der andere braucht das nicht. Der eine braucht drei Stunden die woche, dem anderen reicht eine Stunde die Woche oder gar eine im Monat.
@ Aba
Ich kann Deine Argumentation mit der Kirche gut verstehen. Ich war als Jugendliche bei den Zeugen Jehovas. Da lief das ähnlich ab wie bei Dir. Meine ganze Woche wurde von dieser Sekte strukturiert. Und so was mag ich heute gar nicht mehr.
Vielleicht probierst Du es einfach mal mit ihm aus? Wenn Du merkst, dass Dir das nicht gut tun, dann kannst Du ja immer noch wecheln.
Gruß
Jenny
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_________________ Forum für falsche (induzierte) Erinnerungen, erfundener Missbrauch und Fehldiagnose DIS:
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carö
Forums-InsiderIn


456
Deutschland W, 38
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Fri, 04.May.07, 13:16 Re: Ausfallregelung bei Analytikern / Analytikerinnen |
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liebe sternenmeer,
Quote: | Danke dir für die Ausführungen ...wie gesagt, das ist auch keine Kritik oder so... versuche nur zu verstehen |
jaaaa - hab ich auch so aufgefasst
deswegen gibt es ja auch unterschiedliche therapiekonzepte. jedes bringt ein wenig andere ansätze mit ins spiel. letztlich kann man sicherlich mit beiden varianten gut auskommen. ist wohl auch eime frage des eigenen "geschmacks" - sicher aber auch ein frage der "schwere des zu bearbeitenden problems" mir fällt jetzt kein besserer ausdruck ein
dass eine analyse mit bis zu 4 wochenstunde eine andere intensität gewinnen kann, als eine VT mit viel niedrigerer frequenz und anderem ansatz, dürfte ja kein geheimnis sein. das soll auch keine wertung sein, sondern es ist vielleicht auch die fragen danach, was braucht man für sich ? das kann wohl nur jeder für sich selbst beantworten.
aber evtl geht das jetzt an abas fragen vorbei. soll ja keine anlyse vs. VT-thread werden. dass es da unterschiede gibt, ist ja eh klar.
LG
caroline
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1896
unwesentlich W, 30
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Fri, 04.May.07, 13:47 Re: Ausfallregelung bei Analytikern / Analytikerinnen |
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Quote: | vielleicht muss einfach jeder selber gucken, was er braucht und auch ausprobieren, was ihm gut tut. |
Sehe ich auch so... ... wobei man Vieles im Vorhinein sowieso nicht wissen kann... sondern ausprobieren muss... aber man kann ja auch versuchen zu erfragen, wenn einem etwas nicht einleuchtet ...was vielleicht "Fehlversuchen" bereits im Vorfeld etwas gegensteuert...
Quote: | ist wohl auch eime frage des eigenen "geschmacks" - sicher aber auch ein frage der "schwere des zu bearbeitenden problems" mir fällt jetzt kein besserer ausdruck ein |
... oder auch eine Frage, inwieweit kann man sich bereits auf mehr einlassen ...und warum kann man es ggf. (noch?) nicht
...aber um zu @ Aba zurückzukommen:
4-Wochen-Ausfallregelung finde ich schon etwas zu lange, zumal andere Therapeuten (inkl. Analytiker) auch mit kürzeren Zeiten auskommen. Auch ein Analytikertag hat eben nur 24 h - und davon +/- 8 Arbeitsstunden wie bei jedem anderen Thera auch, der diese Stunden möglichst "ausfüllen" will...
Aber da du ja noch in einer laufenden Therapie bist, hast du ja die Chance, die Rahmenbedingungen mit dem Therapeuten vorab durchzuprechen (auch im Sinne: Was wäre wenn, ich dann arbeiten müsste, etc.)... und dann siehst du ja, ob du damit "leben" kannst... auch mit dieser dubiosen 4-Wochen-Regelung... wobei du im Vorfeld klären könntest, was ist, wenn du kurzfristig krank wirst (denn man weiss eben nicht, dass sich z.B. in 4 Wochen ein Grippe anbahnt... etc. ...und in solchen Fällen zahlen zu müssen fände ich als nicht o.k.). Denn die vorher vereinbarten Rahmenbedingungen, lassen sich während der einer laufenden Therapie eben schwerer (bis überhaupt nicht mehr) ändern - anders als wenn man das im Vorfeld bereits klärt... und überlegt, ob man das tragen kann... und ggf. die Konsequenzen daraus zieht.
Und vielleicht wäre es daher gut, wenn du in deiner nächsten Sitzung diesen Wunsch anbringen könntest:
Quote: | Bindung und Freiheit - Halt, Orientierung und Spielraum - in einem guten Verhältnis - und in Selbsterfahrung, was möglich ist, mit Räumen spielen, das ist es wahrscheinlich, was ich bräuchte... als unterstützendes Setting... |
...und auch, dass du in dieser Hinsicht ein gebranntes Kind bist.
Aus der Reaktion des Thera lässt sich dann vielleicht ableiten, ob er so handelt, weil er ein regelliebender Menschentypus/Prinzipienreiter ist... oder ob er hingegen meint, das (diese stringenten Regeln) sind vielleicht sogar etwas, das dir gut tut... sprich: Frage halt mal, warum er denn so vorgeht, denn ich könnte mir vorstellen, wenn sich herausstellen würde, dass er ein "Regelreiter" ist, dann könntest du wenig mit ihm anfangen... wenn er hingegen sein Vorgehen sinnvoll erklären/begründen kann, dann ist das was anderers... und dann hast du bei ihm vielleicht die Chance, die damit zusammenhängende Probleme von dir anzugehen.
Das wünsche ich dir und auch, dass du die richtige Entscheidung triffst!
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carö
Forums-InsiderIn


456
Deutschland W, 38
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Fri, 04.May.07, 16:01 Re: Ausfallregelung bei Analytikern / Analytikerinnen |
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@sternenmeer
Quote: | ... oder auch eine Frage, inwieweit kann man sich bereits auf mehr einlassen ...und warum kann man es ggf. (noch?) nicht  |
ja unbedingt. sehe ich auch so und habe ich auch so erlebt.
lieben gruß
caroline
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_________________ Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können. |
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aba139
sporadischer Gast


7
Norddeutschland W, 40
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Fri, 04.May.07, 18:51 Re: Ausfallregelung bei Analytikern / Analytikerinnen |
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Ihr seid Klasse,
ich danke euch sehr für alle Gedanken!!!
Sternenmeer - dein Vorschlag wie ich in der nächsten Sitzung das Thema ansprechen könnte hat bei mir Zustimmung gefunden. So werde ich es wohl machen - auch noch mal verhandeln wegen der Ausfallregelung.
Befürchte natürlich er lässt nicht mit sich verhandeln - leider ist das Gespräch erst in 3 Wochen...
Herzlichst
Aba139
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Last edited by aba139 on Sat, 05.May.07, 9:15; edited 1 time in total |
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1896
unwesentlich W, 30
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Fri, 04.May.07, 22:24 Re: Ausfallregelung bei Analytikern / Analytikerinnen |
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Liebe Aba,
Quote: | Befürchte natürlich er lässt nicht mit sich verhandeln - leider ist das Gespräch erst in 3 Wochen... |
Ja, inwieweit ein Thera mit sich "verhandeln" lässt, das ist fraglich... da bleibt wohl nichts anderes als nachzufragen, wie er dies oder jenes handhabt.
Aber es ist in jedem Fall viel wert, wenn man die Rahmenbedingungen von Anfang kennt... denn dann kann man ja sehen, ob man sich damit anfreunden kann... oder eben nicht. Und gewisse Rahmenbedingungen gibt es ja in jeder Therapie - egal welcher Art die nun ist (z.B. angefangen von der Stundendauer... über die Sitzungsfrequenz, Ausfallregelungen, feste Termine oder regelmäßige neue Vereinbarungen, Anrufe, Briefe etc. pp...)... und nachdem was ich im Forum gelesen haben, handhabt o.g. ein Therapeut manchmal durchaus anderes als ein anderer Therapeut... oder der eine Therapeut legt eine "Rahmenbedingung" unveränderlich fest, während man mit einem anderen darüber reden kann... oder das gar kein Thema ist. Für den einen Patienten ist was anderes besser als für einen anderen, usw. wie gewisse Unterschiede, was die Therapierichtungen angeht. Daher glaube ich, man kann das letztlich nur indivuell mit dem Therapeuten abklären... je frühzeitiger desto besser... und dann hat man die Chance, zu überlegen, ob es passt... oder ob man sich das so gar nicht vorstellen kann.
Was ich jedoch anhand deiner Vorgeschichte ( ) gefühlsmäßig bezweifele, ist, dass es dir gut tun würde, wenn du an einen "Regelreiter aus Prinzip gelangst" - denn diesbezüglich hast du schon einige Negativerfahrungen hinter dir... so dass dir eine weitere sicherlich nicht gut bekommen würde. Achte da ein wenig drauf. Und ein guter Therapeut dürfte sensibilisiert dafür sein, wenn du diese Erfahrungen andeutungsweise bereits während den Probesitzungen einbringst.
Alles Gute für deine Sitzung!
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livenow
Helferlein


48
München W, 33
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Tue, 13.Nov.07, 11:27 Psychoanalyse Bezahlung |
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das ist ein test
das ist ein test
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